Friedhard Drebing blickt auf 48 Jahre Verwaltungsarbeit zurück

Bürgermeister tritt ab

NORDKIRCHEN Wenn Friedhard Drebing am Mittwoch den Rathausschlüssel an seinen Nachfolger Dietmar Bergmann übergibt, dann endet für den 62-Jährigen ein langer Lebensabschnitt. 48 Jahre hat er in der Verwaltung zugebracht, 48 Jahre, die er nicht missen möchte.

von Von Malte Woesmann

, 16.10.2009, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Thema, und dies betonte er schon bei seiner Amtseinführung als Gemeindedirektor, lag ihm zudem immer am Herzen: die Tourismusförderung in Nordkirchen. "Da hätte noch mehr geschehen können", wie Drebing selbstkritisch zugeben muss. Die Gründung des Verkehrsvereins, aber auch die Möglichkeit der Trauung im Schloss seien Schritte in die richtige Richtung gewesen. "Mit dem Tourismusgutachten hat die Gemeinde jetzt eine gute Grundlage, den Fremdenverkehr auszubauen", gibt Drebing den Stab an seinen Nachfolger weiter. Dietmar Bergmann wird ihn aufnehmen. Und nicht nur dafür wünscht Drebing dem neuen Bürgermeister viel Glück.

Er hat es geschafft. 30 Jahre war er bereits in der Verwaltung in Bad Zwischenahn tätig. Hatte es dort zum stellvertretenden Gemeindedirektor, Kämmerer und Hauptamtsleiter gebracht. Doch das reichte Friedhard Drebing nicht. "Ich wollte Gemeindedirektor werden, etwas bewegen!" Die Chance bot sich 1991 in Nordkirchen. Einstimmig votierte der Gemeinderat für den Mann aus Bad Zwischenahn. "Es war aber schon ein mutiger Schritt, als Beamter mit einem lebenslangen Dienstverhältnis in Bad Zwischenahn auf eine zeitlich befristete Stelle nach Nordkirchen zu wechseln", blickt Drebing noch einmal zurück. Doch bereut hat er diesen Schritt nie. Auch habe er nicht gezögert, als er vor der Kommunalwahl 1999 die Möglichkeit hatte, für den hauptamtlichen Bürgermeister zu kandidieren. Mit großer Mehrheit setzte er sich sowohl 1999 als auch 2004 gegen seine Konkurrenten durch. Im Vorfeld der Wahl 2009 sei ihm aber klar gewesen, dass er nicht mehr antreten wird.

  Von Anfang an habe die Bevölkerung ihn und seine Familie gut aufgenommen. "Und das als Protestant im katholischen Nordkirchen", sagt Drebing und lacht. Die Konfession spielte keine Rolle, der Gestalter Drebing war gefragt. Gleich zu Beginn seiner Karriere als Gemeindedirektor stand, wie Drebing selber betont, der Höhepunkt: die Gründung der Gesamtschule im Jahr 1992. "Das war sicherlich das herausragende Projekt", so Drebing. Der Start der Schule sei wohl immer mit seinem Namen verbunden, die jetzigen Erfolge sind aber der Schulleitung und vielen anderen zu verdanken, wie er unterstreicht.

Ein Thema, und dies betonte er schon bei seiner Amtseinführung als Gemeindedirektor, lag ihm zudem immer am Herzen: die Tourismusförderung in Nordkirchen. "Da hätte noch mehr geschehen können", wie Drebing selbstkritisch zugeben muss. Die Gründung des Verkehrsvereins, aber auch die Möglichkeit der Trauung im Schloss seien Schritte in die richtige Richtung gewesen. "Mit dem Tourismusgutachten hat die Gemeinde jetzt eine gute Grundlage, den Fremdenverkehr auszubauen", gibt Drebing den Stab an seinen Nachfolger weiter. Dietmar Bergmann wird ihn aufnehmen. Und nicht nur dafür wünscht Drebing dem neuen Bürgermeister viel Glück.

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