Amos Pieper besuchte seine alte Schule in Nordkirchen. © Sabine Geschwinder
Mauritiusschule

Fußballprofi Amos Pieper beantwortet Kinderfragen: „Bist du verheiratet?“

Amos Pieper von Arminia Bielefeld ist am Montag an seine alte Grundschule in Nordkirchen zurückgekehrt und hat sich den Fragen der Grundschulkinder gestellt. Die hatten spannende Fragen dabei.

Fußballprofi zu sein und Lernen für die Schule: Das hat mehr miteinander zu tun, als man zunächst denken könnte. Wenn man auf dem Platz steht und vor vielen Zuschauern steht, dann ist man aufgeregt, als würde man einen Test schreiben, erklärt Amos Pieper, Profifußballer bei Arminia Bielefeld. „Aber wenn man viel gelernt hat, dann klappt alles und so ist das beim Fußballspielen auch.“

Amos Pieper, 23 Jahre alt, ist an diesem Montag, 28. Juni, an seine alte Schule, die Mauritiusgrundschule in Nordkirchen zurückgekehrt, um den Grundschülerinnen und Grundschülern zu berichten, wie das so ist, ein Fußballprofi zu sein. So 12, 13 Jahre müsse das her sein, überlegt Amos Pieper und erzählt, dass seine Eltern nicht weit entfernt wohnen. Die Kinder lauschen gebannt seinen Erzählungen und recken eifrig die Hände in die Luft, um ihre Fragen zu stellen.

„Keine Frage, die man googeln kann“

Jede Klassenstufe hat zwanzig Minuten Zeit dafür. Dann darf die nächste Stufe im Forum der Mauritiusschule Platz nehmen. Alle Klassen von der ersten bis zur vierten Klasse kommen dran.

Die zweite Klasse hat schon im Vorfeld von ihrem Klassenlehrer die Aufgabe erhalten, bei den Fragen kreativ zu sein. „Keine Fragen, die man auch googeln kann“, lautet das Credo. Und Amos Pieper müsse natürlich nicht auf jede Frage antworten, nur weil sie gestellt wird.

Der Fußballprofi Amos Pieper beantwortete geduldig die Fragen der Kinder.
Der Fußballprofi Amos Pieper beantwortete geduldig die Fragen der Kinder. © Sabine Geschwinder © Sabine Geschwinder

Kein Problem aber für Amos Pieper, er beantwortet jede Frage mit viel Freude und Geduld. „Bist du schon verheiratet?“, möchte ein Kind wissen? „Nein“, erklärt er, aber eine Freundin habe er. Sein Lieblingstier? Da muss er überlegen. „Ein Tiger.“ Wie denn der Trainer so trainiere, möchte ein Zweitklässler wissen, „ist das Training hart?“ „Ja,“ sagt Amos Pieper. „Manchmal gibt es Training, das ist sehr anstrengend, aber oft macht es auch einfach Spaß.“

Spaß am Fußball

Der Fußballer, der seit zweieinhalb Jahren für Arminia Bielefeld spielt und gerade mit der deutschen U21-Mannschaft Europameister geworden ist, gibt den Kindern auch wichtige Lektionen mit. Zum Beispiel, dass man mit Begeisterung viel erreichen kann und nicht nur Talent wichtig ist, sondern auch Durchhaltevermögen. „Als ich in eurem Alter war, habe ich gar nichts verrücktes gemacht“, sagt Pieper, „ich hab einfach Spaß am Fußball gehabt.“ Er sei auch früher nicht der beste Fußballer gewesen, aber er habe viel geübt.

Nachher gab es noch ein Foto mit dem Fußballprofi.
Nachher gab es noch ein Foto mit dem Fußballprofi. © Sabine Geschwinder © Sabine Geschwinder

Auch ein paar Tricks bringt er den Kindern bei. Wie er das mache, dass der Ball immer an seinem Fuß kleben bleibt?“, möchte ein Junge wissen. „Mit Gefühl“, sagt Amos Pieper. Aber es helfe, wenn man den Fuß etwas zurückziehe, „um den Schwung rauszunehmen.“

Wo er angefangen hat, will ein anderes Kind wissen? „Na hier, beim FC Nordkirchen“, erklärt Amos Pieper und lächelt. Danach hat er in Lüdinghausen gespielt und bei der 2. Mannschaft des BVB. Dann kam das Angebot, bei Arminia Bielefeld zu spielen. „Ich hab immer gesagt, ich möchte Fußballer werden“, antwortet er auf die Frage, was denn sein Kindheitstraum war.

Nicht nur Kinder haben Träume

Fußballer oder Fußballerin, diesen Berufswunsch haben auch einige der Kinder, die sich später noch ihre Autogramme von Amos Pieper abholen. Aber nicht nur Grundschulkinder haben Wünsche und Ziele, die vielleicht zunächst groß scheinen.

„Was ist dein größter Traum?“, möchte ein Kind von Amos Pieper wissen. Vieles habe er schon erreicht, erklärt Amos Pieper. Aber natürlich gebe es auch immer noch Träume. In der Nationalmannschaft zu spielen gehöre dazu. Und vielleicht irgendwann in England zu spielen. Bei Manchester United.

Über die Autorin
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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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