Gemeinde Nordkirchen will ihre Schulen noch digitaler machen

mlzMedienentwicklungsplan

Mehr Tablets für Schüler, eine bessere Internetanbindung und insgesamt ein digitalerer Unterricht: Die Gemeinde Nordkirchen will und muss in den kommenden Jahren in ihre Schulen investieren.

Nordkirchen

, 11.06.2020, 19:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schulen in Nordkirchen sollen noch digitaler werden. Das ist nicht nur der Wunsch der Schulen und der Gemeinde. Es ist auch eine Empfehlung im aktuellen Medienentwicklungsplan für die Schulen in der Gemeinde Nordkirchen. Dieser Empfehlung sollen auch Taten folgen. Im Fall der Johann-Conrad-Schlaun-Schule sogar sehr bald und in großem Umfang.

In der Sitzung des Ausschusses für Familie, Schule, Sport und Kultur am Dienstag (9. Juni) nannte Jürgen Thomaßen vom Fachberatungsbüro Thomaßen Consult, welche Ausstattung - Infrastruktur und Geräte - in der Gesamtschule und den beiden Grundschulen mit insgesamt drei Standorten in den kommenden Jahren noch nötig ist.

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Was die Infrastruktur angeht, ist die grundsätzliche Ausstattung zusammengefasst in den Schulen gut, wie aus Thomaßens Erläuterungen deutlich wurde. Mit Blick auf die kommenden Jahre müsse hier aber noch weiter ausgebaut werden. Beispiel Gesamtschule: Die Breitbandanbindung ist gewährleistet, allerdings muss die Verkabelung innerhalb der Schule ausgebaut werden, damit das Netz auch in Zukunft unter der steigenden Nutzung arbeitsfähig bleibt.

Hier steht in den Sommerferien ein größerer Umbau an, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann im Gespräch mit der Redaktion bestätigt. Ein Unternehmen sei bereits mit der Umsetzung beauftragt. In der Ausschusssitzung erklärte Kämmerer Bernd Tönning, was genau in der Gesamtschule gemacht wird. So habe zwar jedes Klassenzimmer bereits einen Breitbandanschluss, allerdings nur einen. Diese Zahl müsse auf fünf Anschlüsse erhöht werden. Pro Klassenzimmer. „Ein riesiger Aufwand“, wie Tönning im Ausschuss deutlich machte.

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Das lasse sich zwar nicht komplett in den Sommerferien umsetzen, sagt der Bürgermeister. Allerdings voraussichtlich bis September, so seine Prognose.

Bei den Grundschulen empfiehlt der Medienentwicklungsplan vor allem beim Grundschulverbund Südkirchen-Capelle einen weiteren Ausbau der LAN und W-LAN-Netze. Die Vernetzung in der Mauritiusschule sei hingegen schon „weit fortgeschritten“.

Investieren sollte die Gemeinde sowohl bei Gesamt-, als auch bei den Grundschulen in mobile Endgeräte, wie iPads für die Schüler, empfiehlt das Fachbüro. Die Fünftklässler de JCS haben zum Start des laufenden Schuljahres bereits 32 iPads bekommen und auch die Grundschulen würden über Geräte verfügen, wie der Bürgermeister auf Anfrage sagt. In Zukunft sollen es noch mehr werden.

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Für die CDU-Fraktion unterstützte der Vorsitzende Markus Pieper das Ziel, die Grundschulen möglichst schnell fit zu machen für mehr digitalen Unterricht. Die weitere Digitalisierung der Schulen wird die Gemeinde einiges kosten. Laut Medienentwicklungsplan fallen bis 2025 pro Jahr für Hardware, Software und Netzwerkaktualisierung voraussichtlich im Durchschnitt rund 108.000 Euro an. Im aktuellen Schuljahr kommen Investitionskosten in Höhe von 41.000 Euro für eine Serveradministration hinzu. Plus jährlich gleichbleibende Kosten von rund 28.000 Euro. Ein Teil der Ausgaben lasse sich aber durch Förderprogramme auffangen, so Thomaßen.

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