Viele Kinder haben bereits ihre Post ans Christkind und an den Weihnachtsmann in den roten Briefkasten neben dem Geschäft Worms in Nordkirchen geworfen. © Hörnicke
Firma Worms

Große Resonanz: Weihnachts-Briefkasten sehr beliebt bei den Kindern

Mit so einer Resonanz hätte Sibylle Hörnicke nicht gerechnet, als sie den roten Briefkasten aufstellte. Doch mittlerweile schickt die Nordkirchenerin viele Briefe weiter ans Christkind.

Die nächsten beiden großen Umschläge voller Briefe von Kindern ans Christkind und den Weihnachtsmann hat Sibylle Hörnicke schon vorbereitet. Sie gehen auf die Reise nach Engelskirchen und Himmelspfort. Dort beantworten fleißige Helfer die Briefe der Kinder.

In den roten englischen Briefkasten neben dem Geschäft Worms in Nordkirchen werden schon seit November immer wieder Briefe von Kindern eingeworfen, adressiert an Christkind oder Weihnachtsmann. „Es läuft hervorragend“, freut sich Sibylle Hörnicke. Und sie sagt – wer noch bis zum 10. Dezember seinen Brief oder Wunschzettel in den Briefkasten wirft, der bekommt auf jeden Fall Antwort vom Christkind oder Weihnachtsmann.

Sibylle Hörnicke wird den Briefkasten aber auch noch länger neben den Schaufenstern ihres Geschäfts an der Schloßstraße 18 stehen lassen. Und auch die dann noch eingeworfenen Briefe weiterschicken an die Weihnachts-Postämter. „Ich weiß nur nicht, ob dann noch bis Weihnachten Antwort kommt.“

Die Reaktionen von Kindern und Erwachsenen auf ihre Aktion macht ihr viel Freude und Spaß. „Die Kinder stehen ganz aufgeregt vor dem Briefkasten, die Mütter machen Fotos, wenn sie die Briefe einwerfen“, hat sie oft beobachtet.

In den ersten Umschlägen schickte sie bereits 80 Briefe weiter. Nun sind die nächsten beiden Umschläge mit Briefen von Kindern gefüllt. Übrigens sind die meisten an das Christkind adressiert, der Weihnachtsmann ist hier nicht so gefragt. Und das kennt Sibylle Hörnicke aus der eigenen Familie. „Mein Mann stammt aus Magdeburg und in Sachsen-Anhalt bringt der Weihnachtsmann die Geschenke. Bei uns hier sorgt das Christkind für die Weihnachtsgeschenke.“

Auch sonntags läuft die Aktion

In den dicken Umschlägen für Engelskirchen und Himmelspfort stecken auch zahlreiche Briefe, die eine ganze Schulklasse und eine Kita in den Briefkasten gesteckt haben. „Die haben kleine Abordnungen geschickt und die Briefe eingeworfen.“

Nachdem die Aktion so gut ankommt, holt Sibylle Hörnicke den roten englischen Briefkasten, den sie extra im Internet bestellt hatte, auch sonntags hervor und stellt ihn neben das – dann geschlossene – Geschäft. „Meistens mittags und wenn ich ihn dann gegen 18 Uhr wieder reinhole, finde ich weitere Briefe von Kindern drin.“

Übrigens stammen die Briefe nicht nur von Kindern aus Nordkirchen. Auch Post von Mädchen und Jungen aus Selm, Bork, Lünen, Seppenrade, Ottmarsbocholt, Ascheberg, Lüdinghausen oder Senden hat sie schon weiter geleitet. Den weitesten Weg hat ein Brief eines Kindes aus Grevenbroich im Rheinland zurück gelegt, das in dem Nordkirchener Weihnachts-Briefkasten landete.

Großeltern bedankten sich für die tolle Idee

Ein schönes Erlebnis bescherte die Aktion einem älteren Ehepaar. Als die Enkel zu Besuch waren und die Familie einen Spaziergang machte, entdeckte sie den Briefkasten. „Sie sind sofort wieder nach Hause gegangen und die Kinder haben Briefe ans Christkind geschrieben.“ Und die wurden dann auch gleich in den Briefkasten geworfen.

Das Ehepaar bedankte sich bei Sibylle Hörning für die schöne Aktion direkt im Laden. „Sie meinten, ich hätte ihnen so viel Freude bereitet und sie bestanden darauf, mir Geld für die Kaffeekasse zu schenken.“ Das Geld investierte Sibylle Hörnicke in Schokolade, die sie in die Umschläge an die Weihnachtspostämter steckte. Um den fleißigen Helfern eine Freude zu machen.

Klar ist schon jetzt – auch in der nächsten Vorweihnachtszeit 2021 wird sie den Briefkasten wieder neben die Schaufenster stellen und das Porto für die Briefe übernehmen. „Das wird eine feste Einrichtung, damit die Kinder weiter Briefe ans Christkind oder den Weihnachtsmann einwerfen können.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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