House of Horror im Juno vergrößert sein Erschrecker-Potenzial

Gruselhouse hat drei Tage geöfnet

In Nordkirchen sind kurz nach Halloween wieder die Zombies und Gespenster los. Das Jugendhaus Nordkirchen (Juno) verwandelt sich an drei Tagen in das House of Horror. Die Vorbereitungen haben Tage gedauert. Wir haben dem Horrorhaus einen ersten Besuch abgestattet.

Nordkirchen

von Marvin Hoffmann

, 01.11.2017, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Toiletten im Erdgeschoss haben sich in einen unheimlichen Tatort verwandelt.

Die Toiletten im Erdgeschoss haben sich in einen unheimlichen Tatort verwandelt. © Marvin K. Hoffmann

Anna van Kluth wirkt müde, nippt an ihrem Kaffee. „Wir waren bis spät nachts am Donnerstag noch im Movie Park in Bottrop und haben uns inspirieren lassen“, sagt die Mitarbeiterin des Jugendzentrums Nordkirchen (Juno). In dem Freizeitpark waren nämlich schon die Zombies los, erschreckten die Besucher. Einen Tag später führt Anna van Kluth durch das Nordkirchener Horrorhaus und gibt einen schaurigen Vorgeschmack auf die kommenden Tage.

Das Juno arbeitete in diesem Jahr zum ersten Mal mit der offenen Jugendarbeit Ascheberg (oja) zusammen. „30 Helfer waren hier und haben unser Haus umgebaut“, sagt van Kluth. Jetzt hängen blutige Fetzen von den Decken, Spinnweben ziehen sich durch das Treppengeländer und Skelette baumeln mitten im Raum.

Für jede Altersgruppe ein eigener Bereich

Das „House of Horror“ ist in mehrere Ebenen aufgeteilt. Das Erdgeschoss sei, so van Kluth, eher für die kleineren Gäste gedacht. Wobei es auch die Toiletten Orte des Grauens in diesem Jahr sind – dort haben die Jugendlichen in Eigenregie einen Tatort samt blutverschmierter Wände nachgebaut. „Oben haben wir dann verschiedene Räume, jeder mit einem anderen Thema“, sagt die 27-jährige Juno-Mitarbeiterin. Unter anderem gebe es einen „Annabelle-Raum mit gruseligen Puppen“ und „einen Rätselraum“. Richtig gruselig ist es in diesem Jahr dann im Keller– und erstmals außerhalb des Hauses. „Wir haben Bauzäune umsonst zu Verfügung gestellt bekommen von einer Baufirma aus Dortmund. Der Chef wohnt in Nordkirchen, so kam der Kontakt zustande“, sagt van Kluth.

Durch das Wirrwarr aus Bauzäunen und schwarzen Planen führt der Weg schließlich in die Herzkammer des Horrorhauses. „Wir haben den Keller gar nicht mehr aufgeräumt“, erklärt van Kluth und zeigt auf die Spinnweben, die sich voller Staub durch das alte Gewölbe ziehen. Der Keller hat es in sich. Van Kluth: „Hier werden alle Sinne geraubt. Es wird dunkel sein und laute Techno-Lieder werden den Gästen den Hörsinn rauben – das haben sich die Jugendlichen überlegt.“ Und dann wartet noch der Kettensägenmann. Deswegen sei der Keller auch mit einer Altersfreigabe beschränkt. „Wir empfehlen den Keller deswegen erst ab 16 Jahren. Da gibt es nämlich richtig heftige Schockmomente.“

Drei Tage öffnet das House of Horror
  • Am 2., 3. und 4. November öffnet das Horrorhaus in Nordkirchen seine Pforten.
  • Kinder dürfen von 15 bis 17 Uhr rein, Jugendliche von 18 bis 20 Uhr.
  • Der Eintritt ist frei.
  • In diesem Jahr gibt es kein schauriges Buffet, das Juno-Team grillt.
  • Der Keller wird das Grusel-Herzstück sein und ist erst ab 16 Jahren freigegeben.
Lesen Sie jetzt