Coronavirus

Inzidenz im Kreis Coesfeld weiter über 10 – Regeln könnten schärfer werden

Der Kreis Coesfeld überschreitet auch weiterhin den Inzidenzwert von 10. Das könnte schon diese Woche zu Regel-Verschärfungen führen. Der Anstieg der NRW-Inzidenz hat schon Folgen.
Im Kreis Coesfeld liegt die Inzidenz weiter über 10. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Mit einem Inzidenzwert von 11,8 liegt der Kreis Coesfeld am Dienstag, 26. Juli, den vierten Tag in Folge über der Marke von 10. Diese Marke muss unterschritten bleiben, damit weiterhin die Inzidenzstufe 0 gilt.

„Sollte der Wert in den kommenden vier Tagen nicht darunter sinken, gelten ab dem 1. August strengere Infektionsschutzmaßnahmen im Kreisgebiet“, teilt der Kreis Coesfeld mit. Zum Hintergrund: Anders als bei allen anderen Stufen gilt der Aufstieg von der Inzidenz 0 zur Stufe 1 nur, wenn die Inzidenz an acht aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird. Bei allen anderen Stufen gilt das bereits bei drei Tagen. Die Änderungen treten dann am übernächsten Tag in Kraft. Das wäre dann am Sonntag.

Es gibt aber auch schon Verschärfungen im Kreis Coesfeld. Einige Änderungen erfolgen allerdings bereits ab Montag, teilt der Kreis mit. „Denn die NRW Landesinzidenz liegt seit Samstag, 17. Juli 2021, an acht Tagen in Folge über 10. Damit ist die Inzidenzstufe seit dem heutigen Montag von 0 auf 1 gestiegen, wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW mitteilt.“

Verschärfungen durch gestiegene NRW-Inzidenz

So wird beispielsweise die Maskenpflicht im Innenbereich wieder generell zur Vorgabe. Das heißt, nicht nur wie bisher im Einzelhandel, in Bus und Bahn und in Arztpraxen, sondern auch in Museen, Bildungseinrichtungen, Kirchen oder bei körpernahen Dienstleistungen muss mindestens eine medizinische Maske getragen werden.

Ausnahmen gelten in Landesinzidenzstufe 1 bei Veranstaltungen mit festen Sitz- oder Stehplätzen für Geimpfte, Genesene und Getestete und – auch ohne Test – in Bibliotheken und der Gastronomie. Dort müssen die Beschäftigten mit Kundenkontakt regelmäßig einen Test machen und ebenfalls eine Maske tragen.

Im Einzelhandel gilt wieder die Personenbegrenzung von einer Person je zehn Quadratmeter. Diskotheken und Clubs müssen den Innenbereich schließen und dürfen draußen maximal 250 Gäste mit negativem Testnachweis empfangen (Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt). Zusätzlich muss die Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Vorerst bis zum 27. August 2021 sind Schützen- oder Volksfeste mit mehr als 1000 Personen untersagt. Bei Messen und Jahrmärkten gilt wieder Testpflicht sofern „Volksfestelemente“ integriert sind (Wochenmärkte sind ausgenommen).

Sollte auch kreisweit die Inzidenzstufe 1 erreicht werden, treten weitere Verschärfungen in Kraft. Zum Beispiel bei den Kontaktbeschränkungen: Das Treffen im öffentlichen Raum ist dann nur für Angehörige aus bis zu fünf Haushalten erlaubt. Bei größeren Gruppen (bis maximal 100 Personen) muss ein negatives Testergebnis vorliegen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch in der Gastronomie. Dort ist ein negativer Testnachweis aber nicht notwendig.

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