Der Kreis Coesfeld unterschreitet die Inzidenz von 50 am zweiten Tag hintereinander. © dpa
Coronavirus

Inzidenz unter 50: Kreis Coesfeld äußert sich zu möglichen Lockerungen

Den zweiten Tag in Folge hat es der Kreis Coesfeld unter eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50 geschafft. Lockerungen wären in Absprache möglich. Der Kreis hat sich nun dazu geäußert.

Die Fallzahlen sehen gerade gut aus im Kreis Coesfeld. Im Vergleich zu den Vorwochen gibt es pro Tag deutlich weniger Neuinfektionen zu vermelden. Das macht sich auch in den Inzidenzzahlen bemerkbar: Auch am Freitag unterschreitet der Kreis so die Inzidenz-Grenze von 50. Und zwar noch deutlicher als am Vortag. Am Donnerstag lag der Kreis bei 49,0, nun sackt der Wert noch weiter ab, auf 44.4.

„Wir freuen uns darüber und freuen uns auch, dass die Menschen sich so gut an die Maßnahmen halten“, sagt ein Sprecher des Kreises Coesfeld unserer Redaktion. Das Unterschreiten der 50er-Inzidenz ist das erklärte Ziel von Bund und Ländern. Ab diesem Wert geht man davon aus, dass Kontakte noch gut zurückverfolgt werden können.

Unterschreiten der 50er-Grenze kann zu Lockerungen führen

Anders als im November und Dezember, als zunächst der Lockdown light und dann der verschärfte Lockdown in Kraft traten, kann das Unterschreiten der Grenze auch wieder rechtliche Konsequenzen haben.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW heißt es, dass in Absprache mit dem Gesundheitsministerium Schutzmaßnahmen zurückgenommen werden könnten, wenn ein Kreis die 50er-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten habe und auch ein Trend nach unten weiter erkennbar sei. Andersherum, steht dort auch, dass Städte und Kreise über zusätzliche Maßnahmen sprechen müssen, wenn ein Wert unter 50 bis zum 14. Februar nicht erreicht wird.

Orientierung an Münster

Der Kreis Coesfeld hat sich über mögliche Lockerungen Gedanken gemacht und sagt: „Wir werden nicht mit Lockerungen aufwarten.“ Dabei hat sich der Kreis auch Münster als Vorbild angeschaut. Die kreisfreie Stadt hat seit mehr als einer Woche eine Inzidenz von unter 50. Am 29. Januar liegt sie bei 32,0 und hat damit auch weiterhin den geringsten Inzidenz-Wert in NRW. „Wir machen das nicht. Es wäre das falsche Signal“, hatte Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im Gespräch den Westfälischen Nachrichten zu möglichen Lockerungen gesagt.

Auch der Kreis Coesfeld sagt: „Wir möchten das, was wir jetzt erreicht haben, nicht gefährden.“ Dabei spiele auch eine Rolle, dass in den angrenzenden Landkreisen weiterhin deutlich höhere Inzidenz-Zahlen vorliegen. Der Kreis Unna zum Beispiel kommt am 29. Januar auf eine Inzidenz von 104,6, der Kreis Recklinghausen auf 109,6. Die aktuellen Maßnahmen gelten noch bis zum 14. Februar.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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