Ungewöhnlich viele Menschen sind am Wochenende offensichtlich im Kreis Coesfeld geimpft worden. Wie sie ausgewählt wurden, lassen Kreisverwaltung und Impfzentrum unbeantwortet. Unser Foto entstand bei einem Testlauf kurz vor dem Start des Impfzentrums. © Thomas Aschwer
Corona-Impfung

Jetzt steht der Startschuss für das Kreis-Impfzentrum in Dülmen fest

Seite Mitte Dezember ist das Impfzentrum in Dülmen startklar. Jetzt steht fest, ab wann Termine für die Corona-Impfungen vergeben werden und die Impfungen in der Automanufaktur stattfinden.

Das Ambiente im Impfzentrum für den Kreis Coesfeld ist absolut ungewöhnlich. Wer die Eingangstür hinter sich gelassen hat, schaut auf Sportwagen made in Dülmen. Es handelt sich schließlich um das Veranstaltungszentrum der Wiesmann Automanufaktur. Wer jedoch ab 1. Februar hier zur Impfung kommt, dürfte sich gedanklich mit einem eindeutig wichtigeren Thema beschäftigen – seinem Schutz vor dem Virus.

Geimpft werden hier zunächst Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind und einen Termin vereinbart haben. Die Kommunen werden im Auftrag von Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister, in den nächsten Tagen ein Informationsschreiben an die mehr als 300.000 Impfberechtigten in Westfalen-Lippe verschicken. Die Terminvergabe erfolgt online und telefonisch ab Montag, 25. Januar, 8 Uhr.

Terminvergabe online und per Telefon

In Westfalen-Lippe können impfberechtigte Bürger online unter www.116117.de einen Termin vereinbaren. Darüber hinaus wird auch eine telefonische Terminvergabe unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 sowie ausschließlich in Westfalen-Lippe auch unter 0800 116 117 02 möglich sein. „Eine Terminvergabe vor dem 25. Januar findet nicht statt, es gibt auch keine Wartelisten“, betont ausdrücklich die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen. Zugleich warnt sie vor zu großen Erwartungen.

„Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Wir können nur so viele Termine vergeben, wie Impfstoff da ist – und dieser ist im Moment begrenzt. Das sollte aber nicht zu Frust oder gar Verunsicherung unter den Bürgerinnen und Bürgern führen. Jeder, der möchte, wird geimpft – nur eben nicht alle auf einmal.

Es ist wichtig, dass die Menschen bei allem Enthusiasmus, der durch die zugelassenen Impfstoffe in der Gesellschaft entstanden ist, realistisch bleiben“, erklärt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.

Menschen können keinen Impfstoff auswählen

Wann jemand einen Termin bekommt, wann die weiteren priorisierten Personengruppen dran sind, welcher Impfstoff verimpft wird – all diese Fragen hängen in erster Linie von einem Faktor ab: Der Impfstoffverfügbarkeit. Dabei haben die Menschen keinen Einfluss darauf, welchen Impfstoff sie bekommen. „Es wird verimpft, was aktuell vorrätig ist“, hatte vor einigen Tagen der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Henrichmann betont.

Die zweite Schutzimpfung erfolgt nach ca. drei Wochen und ist notwendig, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit entfaltet. Die zweite Impfung findet ebenfalls im Impfzentrum statt und läuft genau wie die erste Impfung ab. Ausführliche Informationen zu allen Themen rund um das Coronavirus, auch zur Schutzimpfung, finden Interessierte unter www.corona-kvwl.de

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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