Mit einer bunten und peppigen Show begeisterte der TSG Harsewinkel. © Nora Varga
Casting Show

Junge Südkirchenerin begeistert mit ihrer Tanzgruppe beim Supertalent

Einmal im Finale von „Das Supertalent“ stehen und vor Dieter Bohlen und der Jury auftreten. Für die Südkirchenerin Ylva Mause ging dieser Traum am Samstag mit ihrer Tanzgruppe in Erfüllung.

Am Samstagabend zur besten Sendezeit hat RTL das Supertalent 2020 gekürt. Mit unter den Finalisten: die 12-jährige Ylva Mause aus Südkirchen. Sie ist eine der Tänzerinnen der Solistengruppe des TSG Harsewinkel, die im Finale der Show angetreten ist. Im Mai hatte der Verein beschlossen, sich mit neun Kindern (sieben Mädchen und zwei Jungen), die alle zwischen 8 und 14 Jahre alt sind, beim „Supertalent“ zu bewerben. Es soll eine Art Ausgleich für die Kinder sein, die in diesem Corona-Jahr an keinen offiziellen Wettbewerben teilnehmen konnten. Vor der Show war die Aufregung bei der Südkirchenerin Ylva Mause groß: „Wir haben uns alle ganz doll gefreut, das ist sehr toll und wir alle sind sehr aufgeregt“, sagte sie.

Eine Woche lang sind die jungen Tänzerinnen und Tänzer in Quarantäne gewesen. Das habe das Training sehr schwierig gemacht, wie Trainerin Daniela Schafarik im Gespräch mit der Redaktion erläutert. Dem Auftritt der Kinder hat das keinen Abbruch getan. Dieter Bohlen und Evelyn Burdecki waren begeistert von den jungen Talenten.

Mit ihren roten Weihnachtskostümen und einem winterlichen Hintergrund tanzte die Gruppe aus Harsewinkel zu einem Songmedley aus Zirkusmusik. Synchrone Sprünge, Spagate, Hebefiguren und eine energiegeladene Choreografie sorgten bei der Jury um Dieter Bohlen für Begeisterung. Als eine der Tänzerinnen einen kleinen Fehler in der Choreografie machte und nach dem Auftritt weinte, wurde sie von den Moderatoren und der Jury getröstet.

Jury ist begeistert

Juror und Model Bruce Darnell erklärte, dass es am wichtigsten sei, auch nach einem Fehler weiterzumachen und das hätten die Kinder bewiesen. Als Ylva Mause gefragt wurde, was sie mit dem Preisgeld von 50.000 Euro machen wollen würde, lachte die Südkirchenerin: „Also das haben wir uns noch gar nicht überlegt.“ Die Livesendung konnten die Kinder und Jugendlichen nur noch im Bett verfolgen. Ab 22 Uhr dürften im deutschen Fernsehen keine Minderjährigen mehr auftreten. Am Ende musste sich der TSG Harsewinkel dem Sänger Nick Ferretti geschlagen geben.

Ylva Mause © Tanzspoortgarde Harsewinkel © Tanzspoortgarde Harsewinkel

Um die Platzierung sei es am Ende aber gar nicht gegangen, wie Trainerin Daniela Schafarik einen Tag nach der Ausstrahlung im Gespräch mit der Redaktion erzählt. „Es war mega cool“, sagt sie mit einem Lachen – eine „tolle Reise“, die der ganzen Truppe viel Spaß bereitet habe. Besonders der Blick hinter die Kulissen beim Fernsehen sei sehr spannend gewesen, berichtet Schafarik.

Das Wichtigste aus Sicht der Trainerin war, den Tanzsport einem breiten Publikum vorzustellen zu können. Was viele vergessen würden: „Es ist ein Leistungssport“, macht die Trainerin deutlich. Trotz – oder vielleicht auch gerade weil die Supertalent-Reise so aufregend für die jungen Tänzerinnen war: Das Castingerlebnis soll eine einmalige Sache bleiben, sagt Daniela Schafarik. Für Ylva Mause aus Südkirchen und die anderen Mädchen es soll eine besondere Erinnerung bleiben.

Ylva tanzt seit 2019 beim TSG Harsewinkel und ist seit 2020 bei den Solisten des Vereins. Seit 1977 tanzt sich die Tanzgarde der Roten Funken Harsewinkel in bundesweiten Wettbewerben auf die Treppchen.

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Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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