Kein Funkturm in Capelle: Bürgerinitiative ist am Ziel

CAPELLE Die Bürgerinitiative gegen den großen Funkturm in Capelle ist praktisch am Ziel. In der Ratssitzung am Donnerstag gab Bürgermeister Friedhard Drebing bekannt, dass die Mobilfunkfirma das Projekt eines 43 Meter hohen Stahlgittermasten in Capelle nicht weiter verfolge.

von Von Matthias Münch

, 27.03.2009, 12:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kein Funkturm in Capelle: Bürgerinitiative ist am Ziel

Die Protestaktionen der Interessengemeinschaft "Kein Funkturm in Capelle" haben sich gelohnt. Ein 43 Meter hoher Stahlgittermast wird bei ihnen nicht gebaut.

Stattdessen wolle sie nun eine kleinere Antenne auf einem freien Dach in Capelle errichten. Von der Sorte gibt es im Ort schon mehrere.Flächennutzungsplan ändern

Allerdings soll dafür gesorgt werden, dass auch künftig keine großen Funktürme in der Gemeinde dort gebaut werden, wo die Menschen sie nicht haben wollen. Einen entsprechenden Antrag der Gruppe Pro Nordkirchen, der bereits einstimmig durch den Bauausschuss gegangen war, beschloss der Rat mit großer Mehrheit. Damit wird nun ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes eingeleitet.

Damit will die Gemeinde die Planung von weiteren Funkmasten lenken. Denn sie kann solche Anlagen nicht generell auf ihrem Gebiet ausschließen, sie kann nur steuernd eingreifen. Wenn bestimmte Bereiche als Standorte für derartige Anlagen ausgeschlossen werden sollen, dann müssen woanders Flächenangebote dafür ausgewiesen werden.Zulässige Standorte finden

Um dafür Planungsgrundlagen zu erhalten, hat die Verwaltung sämtliche Betreiber von Mobilfunkanlagen in der Region angeschrieben. Die Antworten waren nicht sehr ergiebig. Derzeit scheint keine der vier großen Firmen weiterer größere Baupläne in den Nordkirchener Ortsteilen zu verfolgen.

Wenn die Änderung des Flächennutzungsplans gültig ist und damit zulässige Standorte für Funkanlagen ausgewiesen sind, dann kann die Gemeinde solche Anlagen an anderen Stellen im Bebauungsplan ausschließen.

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