Keine Einigung bei Nordkirchens Handelskonzept

Fragen und Bedenken

Nordkirchens Politiker hatten im Wirtschaftsausschuss bei den Beratungen zum Einzelhandelskonzept für die Gemeinde noch viel Klärungsbedarf. Einen Beschluss gab es nicht. Stattdessen wollen sie sich noch einmal in den Fraktionen beraten.

NORDKIRCHEN

, 01.12.2016, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie wird sich der Einzelhandel in Nordkirchen - in den Ortsteilen Nordkirchen, Südkirchen und Capelle - entwickeln? Noch konnte kein Einzelhandelskonzept einstimmig beschlossen werden.

Wie wird sich der Einzelhandel in Nordkirchen - in den Ortsteilen Nordkirchen, Südkirchen und Capelle - entwickeln? Noch konnte kein Einzelhandelskonzept einstimmig beschlossen werden.

Eigentlich sollte Christina Nitz vom Planungsbüro Junger und Kruse, das das Einzelhandelskonzept entwickelt hat, die Pläne am Dienstag im Ausschuss vorstellen. Doch sie saß durch eine Streckenstörung im Zug fest. So erklärte Bauamtsleiter Josef Klaas, welche Ziele in dem Konzept festgelegt sind.

So sieht das Planungsbüro den Ortskern Nordkirchen als Nahversorgungszentrum. Der Hauptbereich rund um Mühlenpark, Schloßstraße, Teile der Bergstraße und der Lüdinghauser Straße soll demnach als Hauptgeschäftsbereich gestärkt werden.

Zentren sollen nicht geschwächt werden

In Südkirchen und Capelle sieht das Konzept als Ziel vor, die Nahversorgung vor Ort zu sichern. Außerhalb der festgelegten Bereich soll sich laut Konzept aber kein großflächiger Einzelhandel (ab 800 Quadratmeter) ansiedeln, um die Zentren nicht zu schwächen.

Die Gemeinde ist gesetzlich verpflichtet, für großflächige Betriebe die Einzelhandelsentwicklung in den Ortsteilen zu steuern. Das sieht das Bauplanungsrecht so vor. Dazu soll in der Gemeinde das Einzelhandelskonzept dienen. Es soll die Bereiche im Ort festlegen, in denen großflächiger Einzelhandel, ab 800 Quadratmeter Fläche, sich ansiedeln kann. Das Einzelhandelskonzept soll interessierten Gewerbetreibenden und der Gemeinde Planungs- und Investitionssicherheit geben.

Wirtschaftsausschuss tagt im März zu dem Thema

Lange diskutierten die Ausschussmitglieder am Dienstag, welche Auswirkungen eine Festlegung auf genau umrissene Gebiete für großflächigen Einzelhandel haben wird. Besonders die Entwicklungen des Einzelhandels in den Ortsteilen Capelle und Südkirchen bereitete den Politikern aller Parteien Sorge. Klärungsbedarf und Verständnisfragen gab es auch noch zu Detail-Regelungen.

Am Ende beantragte Heinz-Jürgen Lunemann (UWG), das Thema noch einmal in den Fraktionen zu beraten, bevor man zu einem Beschluss kommen könne. Der Wirtschaftsausschuss wird sich im März wieder mit dem Thema befassen. Dann soll auch Christina Nitz das Konzept noch einmal vorstellen. Endgültig entscheidet danach der Rat.  

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt