Koch-Legende Heinz Frank in Ruhestand gegangen

44 Jahre in der FHF-Küche

Rund 1500 junge Menschen studieren derzeit an der Fachhochschule für Finanzen (FHF) in Nordkirchen. Einer, der alle Gesichter kennt, einen Fremden in ihrer Mitte sofort erkennen würde, ist Heinz Frank. Der Küchenchef der Mensa hat sich nun in den Ruhestand verabschiedet.

NORDKIRCHEN

, 07.08.2014, 09:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Abschied von 44 Berufsjahren: Heinz Frank ist nicht länger Koch der Mensa der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen.

Abschied von 44 Berufsjahren: Heinz Frank ist nicht länger Koch der Mensa der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen.

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Stationen im Leben des Kochs Heinz Frank

44 Jahre hat Heinz Frank in der Mensa der Fachhochschule für Finanzen im Schloss Nordkirchen gearbeitet. Jetzt geht er in Ruhestand. Wir haben einige Stationen seines Schaffens in einer Fotostrecke gesammelt.
06.08.2014
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Kalte Platte: Heinz Franks Spezialität.© Foto: Marie Rademacher
Heinz Frank brutzelt. Das Bild stammt vermutlich aus den 1970er-Jahren.© Repro: Marie Rademacher
Präsentation der Köstlichkeiten vor royaler Kulisse. Auch diese Aufnahme stammt aus dem Zeitalter der Schlaghose.© Repro: Marie Rademacher
Die "Schatzkammer": der Lagerraum der Mensa.© Foto: Marie Rademacher
Und wieder ein noch etwas jüngerer Heinz Frank. Wieder mit Speisen - mit was sollte er auch sonst posieren - Essen ist sein Leben.© Repro: Marie Rademacher
Grauer Tag in den 1980ern. Heinz Frank lässt das kalt. Trotz der miesen Bildqualität sieht man, dass der Mann lächelt.© Repro: Marie Rademacher
Ehrenvoller Abschied: Heinz Frank verlässt den Ort seines Schaffens.© Foto: Marie Rademacher
Da waren es 40 Jahre: Direktor Franz-Josef Flacke (2.v.r.) überreichte Heinz Frank die Ehrenurkunde zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum bei der Fachhochschule für Finanzen.© Foto Münch
Vier Jahre später geht Heinz Frank (M.) in den Ruhestand. Bei einer Feierstunde in der Oranienburg verabschiedeten ihn (v.l.) Hartmut Wagner (Personalratsvorsitzender), Hermann Josef Neuhaus (Personalleiter), Wilhelm Schulte (Verwaltungsleiter) und Dr. Martin Stirnberg (Direktor der FHF) ihn offiziell in den Ruhestand. "44 Jahre - das ist ist kaum zu übertreffen, das schafft von uns keiner mehr", sagte Stirnberg.© Foto: Sylvia Schemmann
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Als er im zarten Alter von 15 Jahren seine Lehre in einer großen Küche begann, war das noch undenkbar. Nach der alten Schule lernte Frank das Kochen. Noch während seines dritten Lehrjahres bei den Vereinten Saalbetrieben Münster wurde er Küchenchef. Auch daran erinnert er sich lachend. „Da hatte ich neun Lehrlinge“, erzählt er. Auch in Nordkirchen hat er in den 44 Jahren viele junge Menschen auf ihrem Weg zum Pofi-Koch begleitet. Um den „Kids“ etwas zu bieten, so erzählt er, hätten er und seine Kollegen auch schon mal Hummer bestellt oder andere ungewöhnliche Dinge ausprobiert.

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Stationen im Leben des Kochs Heinz Frank

44 Jahre hat Heinz Frank in der Mensa der Fachhochschule für Finanzen im Schloss Nordkirchen gearbeitet. Jetzt geht er in Ruhestand. Wir haben einige Stationen seines Schaffens in einer Fotostrecke gesammelt.
06.08.2014
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Kalte Platte: Heinz Franks Spezialität.© Foto: Marie Rademacher
Heinz Frank brutzelt. Das Bild stammt vermutlich aus den 1970er-Jahren.© Repro: Marie Rademacher
Präsentation der Köstlichkeiten vor royaler Kulisse. Auch diese Aufnahme stammt aus dem Zeitalter der Schlaghose.© Repro: Marie Rademacher
Die "Schatzkammer": der Lagerraum der Mensa.© Foto: Marie Rademacher
Und wieder ein noch etwas jüngerer Heinz Frank. Wieder mit Speisen - mit was sollte er auch sonst posieren - Essen ist sein Leben.© Repro: Marie Rademacher
Grauer Tag in den 1980ern. Heinz Frank lässt das kalt. Trotz der miesen Bildqualität sieht man, dass der Mann lächelt.© Repro: Marie Rademacher
Ehrenvoller Abschied: Heinz Frank verlässt den Ort seines Schaffens.© Foto: Marie Rademacher
Da waren es 40 Jahre: Direktor Franz-Josef Flacke (2.v.r.) überreichte Heinz Frank die Ehrenurkunde zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum bei der Fachhochschule für Finanzen.© Foto Münch
Vier Jahre später geht Heinz Frank (M.) in den Ruhestand. Bei einer Feierstunde in der Oranienburg verabschiedeten ihn (v.l.) Hartmut Wagner (Personalratsvorsitzender), Hermann Josef Neuhaus (Personalleiter), Wilhelm Schulte (Verwaltungsleiter) und Dr. Martin Stirnberg (Direktor der FHF) ihn offiziell in den Ruhestand. "44 Jahre - das ist ist kaum zu übertreffen, das schafft von uns keiner mehr", sagte Stirnberg.© Foto: Sylvia Schemmann
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Ansonsten aber ist die Küche in der Nordkirchener Mensa immer bodenständig geblieben. „Man muss ja etwas kochen, das den meisten Studenten schmeckt“, sagt er. Da bliebe nicht viel Raum für Experimente. Rezepte brauchte er nie – auch die riesigen Mengen bereitete er aus dem Kopf zu. „Da hatte jeder Koch seinen Freiraum – deshalb hat auch nie alles gleich geschmeckt“, so Heinz Frank.

„Ich bin immer fröhlich zur Arbeit gegangen und auch immer fröhlich wieder nach Hause gekommen“, erzählt er. Trotzdem sei ihm der Schritt in den Ruhestand nicht schwergefallen. „Ich habe immer etwas zu tun“, sagt er, wieder lachend. „Ich bin ja jetzt Rentner.“ Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin träumt der 65-Jährige von einer Reise nach Afrika. Und kochen tut er auch Zuhause. „Meine Lebensgefährtin ist Diätberaterin“, fügt er als Erklärung, mal wieder lächelnd, hinzu.  

Legendärer Knoblauch-Dip

Es gibt einen Dip, mit dem sich der Koch Heinz Frank bei seinen Studenten und bei Gästen großer Betriebsfeiern in der Datscha oder auch bei anderen feierlichen Anlässen besonders beliebt gemacht hat: seinen Knoblauch-Dip.

Obwohl der Profi-Koch eigentlich nicht nach Rezept kocht, hat er im Gespräch versucht zu verraten, wie er den Dip zu zaubern pflegt. Also: Man nehme 250 Gramm Quark und die gleiche Menge Mayonnaise und vermengt beides zu einer cremigen Masse. Dazu kommt eine halbe geraspelte Gurke und eine klein gehakte Frühlingszwiebel. Außerdem gehören – daher der Name – drei Zehen Knoblauch in den Dip. Mit Salz und Pfeffer wird er abgeschmeckt. „Und das wichtigste“ kommt laut Heinz Frank dann noch mit einer Prise Zucker hinzu. Fertig.

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