Lebensmittelmarkt in Capelle: Sicherer Zugang für Radfahrer und Fußgänger

mlzNeubau

Die Gemeinde arbeitet weiter an den Plänen für den neuen Lebensmittelmarkt in Capelle. Dabei werden auch die Pläne konkreter, wie die Bahnhofstraße umgestaltet werden soll.

Capelle

, 15.11.2020, 07:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Projekt „Neuer Lebensmittelmarkt in Capelle“ soll bald in trockenen Tüchern sein. Daran arbeitet die Verwaltung der Gemeinde Nordkirchen zurzeit auf Hochtouren. Auf Anfrage dieser Redaktion erklärt Bauamtsleiter Josef Klaas, wie der aktuelle Stand bei dem geplanten Neubau am östlichen Rand Capelles ist.

Grundvoraussetzung für die Neu-Nutzung der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche ist ein Bebauungsplan. So sei das Bauamt der Gemeinde derzeit damit beschäftigt, einen entsprechenden B-Plan vorzubereiten, sagt Klaas. Ein erforderliches Element sei dabei, die erwarteten Auswirkungen auf den Einzelhandel in Nordkirchen, aber auch in den Nachbarkommunen, wie Ascheberg, zu analysieren. Dazu habe die Verwaltung ein Fachbüro beauftragt, um ein entsprechendes Gutachten zu erstellen.

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Vorgesehen ist, dass der Lebensmittelmarkt auf einer Fläche von 6000 bis 7000 Quadratmetern, östlich des Capeller Friedhofs, gebaut wird. Auf dem Grundstück des Marktes sollen 40 bis 50 Auto-Stellplätze entstehen. Der Markt selbst soll eine Verkaufsfläche von unter 800 Quadratmetern haben. Ebenfalls könnte auf dem Grundstück ein Bäcker mit einem kleinen Café entstehen. So sieht zumindest ein erstes Konzept der Fläche aus, das die Gemeinde bereits vorgestellt hatte.

Bislang befinde sich die Gemeinde weiter mit zwei Interessenten in Gesprächen, sagt Josef Klaas. Um welche Markt-Ketten es sich dabei handelt, verrät die Gemeinde allerdings noch nicht.

Bebauungsplan-Entwurf so schnell wie möglich umsetzen

Der Plan der Verwaltung sei, so Klaas, den Bebauungsplan-Entwurf schnellstmöglich umzusetzen, sodass er möglicherweise bereits in der nächsten Sitzung des Bauausschusses von den Vertretern der Politik diskutiert werden könnte. Es gibt allerdings gerade was den späteren Verkehr auf der Bahnhofstraße angeht, noch einigen Planungsbedarf.

So werden sich die Aus- und Einfahrten des Lebensmittelmarktes und des Neubaugebiets „Wohr“ quasi direkt gegenüberliegen. Dafür sei es nötig, den abbiegenden Verkehr sicher zu steuern. So sei beispielsweise eine Linksabbiegerspur geplant, erklärt der Bauamtsleiter. Genauso soll es eine Querungshilfe für Fußgänger geben, zum Beispiel für Anwohner des Neubaugebiets, die Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen wollen. An der Friedhofsseite der Straße soll außerdem ein Gehweg angelegt werden.

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Wenn diese Veränderungen an der Bahnhofstraße so oder so ähnlich umgesetzt werden, würde der Straßenlauf etwas „geschwungen“, wie Josef Klaas erklärt. Dadurch würde aus der Einfahrt nach Capelle etwas Tempo herausgenommen. Gespräche über Tempobegrenzungen an diesem Abschnitt würde die Gemeinde allerdings noch mit dem für die L 671 zuständige Landesbetrieb Straßen NRW führen.

Ein Kreisverkehr an der Stelle wäre aus Sicht des Bauamtsleiters an der Stelle zwar die „ideale Lösung“ gewesen, allerdings reiche der Platz nicht aus, um die Straße so umzugestalten.

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