Coronavirus

Modellregion Kreis Coesfeld: Erste Auswertung zeigt positive Ergebnisse

Der Kreis Coesfeld ist eine von NRWs Modellregionen. Nun kann der Kreis in diesem Rahmen noch weitere Öffnungen starten. Die ersten Ergebnisse einer Befragung fallen positiv aus.
Unter anderem mit der Luca App können Kontakte besser nachverfolgt werden. Auch dieses technische Hilfsmittel kommt im Kreis Coesfeld zum Einsatz. © picture alliance/dpa

Seit mehr als einem Monat ist der Kreis Coesfeld Modellregion des Landes Nordrhein-Westfalen und konnte bereits vor den aktuellen Lockerungen zahlreiche Öffnungsschritte umsetzen. Dazu gehörte zum Beispiel Treffen im Jugendzentrum Juno in Nordkirchen oder auch des Leohauses in Olfen.

Weil die Impfquote steigt und die Inzidenz weiterhin dauerhaft niedrig ist im Kreis Coesfeld (am Dienstag, 8. Juni, bei 9,5) „können jetzt in Abstimmung mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) weitere Projekte realisiert werden, die nicht nur neu, sondern auch besonders interessant sind – und teils über die aktuell geltenden Regelungen hinausgehen“, erklärt der Kreis Coesfeld in einer Pressemitteilung.

Dem Jugendorchester Havixbeck sei es so möglich eine CD im Billerbecker Dom aufzunehmen – ein Vorhaben mit 65 Blasmusikerinnen und Blasmusikern. „Das wäre noch vor wenigen Wochen völlig undenkbar gewesen“, kommentiert Landrat Christian Schulze Pellengahr.

Hohes Sicherheitsgefühl

Bei allen Modellbausteinen sind QR-Codes für eine Befragung der Nutzenden angebracht, über die freiwillig ein Befragungsbogen für die wissenschaftliche Analyse ausgefüllt werden kann. Die Teilnahmequote liegt bisher bei 90 Prozent, so der Kreis. Erste Auswertungen zeigen: die Angebote haben eine durchweg positive Auswirkung auf das Empfinden der Teilnehmenden, wie auch auf die Veranstaltenden. Auch das Sicherheitsgefühl wurde im Durchschnitt mit 4,7 von 5 als sehr hoch eingestuft. „Das zeigt, dass Menschen jeglicher Altersgruppen Öffnungsschritte nach so langer Zeit einfach brauchten, aber auch, dass die Modellprojekte sehr verantwortungsvoll geplant und durchgeführt wurden“, so der Landrat.

Gleichzeitig mit den neuen Möglichekten, nähmen auch die Wissenschaftliche Begleitung und die Digitalisierung in Bezug auf die Corona-Pandemie weiter Fahrt auf, so der Kreis. Neben der Luca-App werde demnächst auch die vom Land favorisierte IRIS-Gateway-Lösung des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit (INOEG) beim Kreisgesundheitsamt installiert. „So ermöglichen wir noch mehr Wettbewerb bei Lösungen zur Kontaktnachverfolgung, die derzeit in vielen IT-Unternehmen entwickelt werden, erklärt Kreisdirektor Linus Tepe.

Das Land NRW hatte Anfang April insgesamt 14 Regionen bekannt gegeben, die an dem Programm Modellregion teilnehmen konnten. Der Kreis Coesfeld startete wegen seiner geringen Inzidenz als erster Kreis in NRW vor rund einem Monat mit der Umsetzung.

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