Muff-Geruch und feuchte Wände: Eltern und Erzieher klagen über Probleme im Wilkmannhaus

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Nur eine feuchte Wand, oder schon Schimmel? Eltern und Erzieher klagen in der Kita-Gruppe im Wilkmannhaus über Feuchtigkeit im Haus und muffigen Geruch. Die Gemeinde kennt das Problem.

Nordkirchen

, 02.11.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Feuchte Wände und muffiger Geruch sorgen derzeit für Unruhe bei einigen Eltern, deren Kinder in der Kita-Gruppe im Wilkmannhaus betreut werden.

Die Großmutter eines Kindes, das in der Außengruppe der neuen Kita am Streichelzoo betreut wird, wendete sich mit der Sorge an diese Redaktion, die Betreuungsräume der Kita könnten mit Schimmel belastet sein. „Die Erzieher gehen im Wilkmannhaus schon nicht mehr in den Keller“, sagt die Nordkirchenerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Feuchte Wand auch im Erdgeschoss

Das Problem beschränke sich außerdem nicht nur auf den Keller. Auch im Erdgeschoss sei eine Wand feucht, so die Nordkirchenerin. Wenn man das Haus betritt, steigt der muffig-feuchte Geruch sofort in die Nase. Einen solchen Eindruck schildert auch die Nordkirchenerin.

Muff-Geruch und feuchte Wände: Eltern und Erzieher klagen über Probleme im Wilkmannhaus

In einem der beiden Räume ist die feuchte Stelle an der Wand markiert. Dort riecht es auch nach einem chlorhaltigen Mittel, das offensichtlich verwendet wurde. © Karim Laouari

Eigentümerin des Wilkmannhauses ist die Gemeinde Nordkirchen. Sie hat es an die Trägerin der Kita, die Kinderheilstätte, vermietet. Die Problemstellen im Haus seien der Gemeinde bekannt, bestätigt Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage.

„Es gab zwei Reklamationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Betreuungseinrichtung“, so Klaas.

Ursachensuche im Erdgeschoss langwierig

Und die Gemeinde sei daraufhin auch bereits tätig geworden. Im Keller wurde eine Kellerwand neu abgedichtet und gestrichen, erklärt der Bauamtsleiter. Etwas schwieriger sei es im Erdgeschoss gewesen.

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In der Wand seien keine Leitungen verlegt, die undicht hätten seien können, so Klaas. Nach einiger Suche wurde das beauftragte Fachunternehmen an einem alten Balkon fündig, dessen Isolierung marode war und durch die Wasser in die Wand getropft sei, erklärt Josef Klaas.

Nur feuchte Wand oder schon Schimmel?

Die Reparaturarbeiten seien bereits vor rund 14 Tagen begonnen worden, sie würden zurzeit beendet. Die Außenwand müsse jetzt erst durchtrocknen. Dann werde sich zeigen, ob das Problem endgültig behoben ist, sagt der Bauamtsleiter.

Ob die betroffene Wand im Erdgeschoss, also dem Betreuungsbereich des Hauses, bereits vom Schimmel befallen ist, sei nicht sicher, so Klaas. Es sei auch nicht von einem Sachverständigen überprüft worden.

Die Nordkirchenerin, die sich an diese Redaktion gewendet hat, sorgt sich dennoch um die Kinder. Gerade beim Thema Schimmel sei größte Vorsicht geboten, sagt sie. Sie befürchtet eventuelle Spätfolgen, wie Allergien oder Asthma.

Thomas Pliquett, kaufmännischer Leiter der Kinderheilstätte, erklärt, dass es sich um feuchte Stellen gehandelt habe. Diese seien nach den Sommerferien zuerst sichtbar geworden. „Fachfirmen waren vor Ort und die Gemeinde saniert alle betroffenen Stellen“, fügt Pliquett hinzu.

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