Neubaugebiet in Südkirchen: Gemeinde nennt mögliche Anzahl von Tiny-House-Grundstücken

mlzBaugebiete

Die Chancen stehen gut, dass im Sommer 2020 die Grundstücksvergabe für das neue Südkirchener Baugebiet startet. Nun gibt es auch erste Infos über die Anzahl möglicher Tiny-Haus-Grundstücke.

Südkirchen

, 15.12.2019, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das geplante Neubaugebiet an der Capeller Straße in Südkirchen hat den nächsten planerischen Schritt genommen. Die Pläne für das Gebiet, das über 40 Grundstücke für Ein- und Mehrfamilienhäuser umfassen soll, werden bald für jeden Nordkirchener Bürger öffentlich einsehbar sein.

Weiterhin ein Teil der Planung ist ein Bereich für Tiny Häuser. In der vergangenen Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag (12. Dezember) zeigte die Verwaltung Skizzen, wie eine solche Tiny-Haus-Siedlung aussehen könnte.

Sieben bis zwölf Gebäude seien denkbar, erklärte Bauamtsleiter Josef Klaas den Ausschussmitgliedern. Dabei soll es feste Grundstücksgrößen von 130 bis 250 Quadratmetern pro Grundstück geben.

Jetzt lesen

Bei der Planung ist im Bauamt auch ein Stück weit Ausprobieren gefragt: Für diese Art zu bauen gebe es schlichtweg keine klaren Vorgaben, wie Klaas sagte. Fest steht: Weder Gemeinde noch Politik wollen einen „besseren Campingplatz“ mit fahrbaren Tiny Häusern - auch auf die Gefahr hin, dass damit einige Hersteller ausgeschlossen werden.

Gemeinde will auf Minimalismus setzen

Das Credo des Minimalismus, das dem Konzept „Tiny Haus“ zugrunde liegt, will die Gemeinde mit festen Vorgaben flankieren. Heißt: keine Nebengebäude, keine Geräteschuppen oder Garagen auf den Tiny-Haus-Grundstücken.

Jetzt lesen

Das Interesse bei den Bürgern sei nach wie vor da, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann noch einmal. Nach einer Informationsveranstaltung Ende Oktober hätten sich spontan einige Interessenten für die Grundstücke gemeldet.

„Ob das Interesse in ein paar Monaten auch noch da ist, ist eine andere Sache“, machte Josef Klaas allerdings deutlich.

Im Zweifelsfall würde sich die Fläche, die jetzt angrenzend an bestehende Grundstücke am Holtweg vorgesehen ist, auch wieder umplanen lassen. Fest eingeplant ist die Tiny-Haus-Siedlung noch nicht.

Jetzt lesen

Kritik an den Plänen der Verwaltung - in Teilen auch auf die Tiny Häuser bezogen - kam von den Grünen: Stellvertretend äußerte Uta Spräner den Wunsch nach mehr Förderung von Solaranlagen, Passivhäusern, Dach- und Fassadenbegrünung und nachhaltigen Baumaterialien.

Wenn Tiny Häuser entstehen, sollten diese außerdem den gleichen Wärmestandard erfüllen, wie alle anderen Häuser auch. Beim letzten Punkt räumte Josef Klaas ein, dass Wärmedämmung bei Tiny Häusern noch ein Problem sei. Ein Passivhaus zu bauen, Solartechnik zu nutzen und nachhaltige Baumaterialien zu verwenden stehe hingegen jedem Bauherren frei, so Klaas.

Ende des ersten Halbjahres 2020 will die Gemeinde - so der Plan - mit der Grundstücksvergabe für das Baugebiet beginnen.

Lesen Sie jetzt