De Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Coesfeld ist niedrig - also stehen weitere Lockerungen an. © picture alliance
Corona-Regeln

Neue Lockerungen im Kreis Coesfeld: Das gilt bei Partys, Gastro & Co.

Das Land NRW führt einen neuen Stufenplan für Öffnungen ein, die in drei Schritten erfolgen sollen. Die Inzidenz im Kreis Coesfeld ist im Sinkflug: Welche Lockerungen sind drin?

Angesichts sinkender Corona-Zahlen wagt Nordrhein-Westfalen Öffnungen und Lockerungen in zahlreichen Bereichen. Dabei soll ein neuer 3-Stufen-Fahrplan helfen, der nach Inzidenzen kategorisiert ist. Am Freitag (28.5.) tritt die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft.

Was das der neue Plan für den Kreis Coesfeld bedeutet, haben wir in Fragen und Antworten zusammengefasst.

3-Stufen-Plan: Was bedeutet das genau?

Zur Stufe 3 gehören Kommunen, die bei einer Neuinfektionsrate zwischen 100 und 50 gerechnet auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegen, Stufe 2 gilt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 bis 35 und Stufe 1 für eine Neuinfektionsrate unter 35. Die Inzidenzen bleiben also maßgeblich für mögliche Lockerungen. Die Regelungen vorher haben aber die höheren Inzidenzen widergespiegelt. Die meisten Öffnungen gab es für Kommunen unter 50.

Voraussetzung für die Lockerungen sind stabile Inzidenzen. In den jeweiligen Gebieten muss die Inzidenz fünf Werktage unter dem jeweiligen Schwellenwert liegen. Ab dem übernächsten Tag können Lockerungen greifen. Umgekehrt gilt: Wenn ein Kreis oder eine Stadt drei Tage über einem Grenzwert liegt, gilt ab dem übernächsten Tag wieder die höhere Stufe.

In welcher Kategorie ist der Kreis Coesfeld?

Seit Dienstag, 18. Mai, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Coesfeld bereits unter 35. Aktuell liegt der Wert im Kreis laut Robert Koch-Institut (Stand Donnerstag, 27.5., 0 Uhr) bei 20,9. Demnach fällt der Kreis Coesfeld in Stufe 1, was die meisten Lockerungen mit sich bringt.

Was ist die größte Veränderung zu den bisherigen Regelungen?

  • Die wohl größte Veränderung gibt es im Freizeitbereich. Für Angehörige aus fünf Haushalten gibt es bei einer stabilen Inzidenz unter 35 keine Personenbegrenzung im öffentlichen Raum. 100 Personen mit Test können sich aus beliebigen Haushalten treffen
  • Wenn die Freibäder öffnen, müssen diese nach neuer Verordnung keine Negativtests mehr verlangen. Bordelle dürfen mit Test besucht werden.
  • Bei privaten Veranstaltungen ohne Partys sind außen bis zu 250 Gäste ohne Test, innen bis zu 200 Gäste mit Tests erlaubt. Zu privaten Partys gibt es eine Sonderregelung, aber auch die sind in Kommunen mit einer stabilen Inzidenz unter 35 erlaubt: Außen dürfen bis zu 100 Personen, innen bis zu 50 Gäste feiern jeweils mit Test und ohne Abstand.
  • Ab dem 1.9. sind dann sogar Volks-, Schützen-, und Stadtfeste wieder erlaubt mit einer begrenzten Teilnehmerzahl von 1000 Besuchern und einem genehmigten Konzept. Dann kommt noch die Landesinzidenz ins Spiel: Wenn diese ebenfalls unter 35 liegt, ist die Besucherbegrenzung aufgehoben. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW laut RKI bei 46.

Heißt das, dass zum Beispiel der Herbstmarkt in Nordkirchen stattfindet?

Die Möglichkeit, Stadtfeste zu veranstalten, ist lediglich in Aussicht gestellt. „Wir werden mit dem Veranstalter Nordkirchen Marketing, dem Gesundheitsamt und dem Kreis abstimmen, was in welcher Form machbar sein wird“, erklärt Bürgermeister Dietmar Bergmann. Außerdem werden sich die Bürgermeister im Kreis abstimmen und eine einheitliche Regelung finden. Grundsätzlich steht er den Lockerungen positiv gegenüber.

Ändert sich etwas für den Einzelhandel?

Nein. Weiterhin sind keine Termine und keine Tests zum Einkaufen nötig. Die Kundenanzahl wird weiterhin begrenzt auf eine Person pro zehn Quadratmeter.


Gibt es weitere Lockerungen für den Restaurantbesuch?

In der Außengastronomie ist kein Negativtest mehr erforderlich. Für den Innenbereich ist ein Negativtest für alle nötig, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Eine neue Regelung kommt jetzt dazu: Wenn die landesweite Inzidenz ebenfalls unter 35 liegt, entfällt auch die Testpflicht im Innenbereich.

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken

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