Auf einem Grundstück in Südkirchen soll ein Neubau entstehen. © dpa
Wohnungsbau

Neue Wohnungen in Südkirchen: Pläne ernten nicht nur Zustimmung

Auf einem Grundstück in Südkirchen sollen schon bald neue Wohnungen gebaut werden. Interessenten soll es schon viele geben. Es gibt aber auch Kritik an dem Bauprojekt.

Noch stehen Bäume auf dem Gartengrundstück in Südkirchen. Schon bald werden die aber einem Bauprojekt weichen. Nach einem Besitzerwechsel sollen auf dem Grundstück demnächst Wohnungen gebaut werden. Das gefällt nicht allen Anwohnern im Ort.

„Wir sind in der Planung und beabsichtigen ein Zweifamilienhaus mit zwei Etagenwohnungen zu erbauen“, ist in einem Kleinanzeigen-Portal zu lesen. Weiter heißt es: „Auf ca. 322 Quadratmetern Grundstück wird ein 9,50 x 12 Meter großer Baukörper schlüsselfertig entstehen.“

Bau soll schon bald starten

Eingestellt hat die Anzeige der Immobilienberater Klaus-Dieter Ruhoff. Er kaufte zwei Grundstücke am Kattenbeck, auf einem davon sollen die beiden Wohnungen gebaut werden. Auf der Fläche daneben befindet sich ein Altbau. „Der soll auch stehen bleiben“, kündigt Klaus-Dieter Ruhoff an.

Entfernt werden soll dagegen eine alte Garage. Das sei für Anfang August geplant, so Ruhoff. Die Voranzeige samt Bauzeichnung sei bereits beim Bauamt eingereicht, sodass der Bau schon bald starten könne.

95 bis 100 Quadratmeter Platz sollen die neuen Wohneinheiten später bieten – plus Terrasse oder Balkon. „Die Etagenwohnung ist so gut wie verkauft“, verrät Ruhoff. Die Erdgeschosswohnung sei dagegen noch zu haben. „Sobald es mit dem Bau los geht, informiere ich die Interessenten noch einmal.“ Diese müssen mit einem Kaufpreis von etwa 285.000 Euro für die Eigentumswohnung rechnen.

Die genauen Kosten würden laut Ruhoff am Ende davon abhängen, welche Effizienzhaus-Stufe das Gebäude bekäme. Und, ob die Käufer eine Garage ihr Eigen nennen wollen.

Bestandsrenovierung sinnvoller als Neubau?

Eine Nordkirchenerin, die ihren Namen an dieser Stelle nicht lesen möchte, kritisiert Bauvorhaben wie diese in der Gemeinde. „Ich finde, die Ökologie steht in Nordkirchen nicht im Vordergrund.“ Gerade im Hinblick auf die Klimaziele der Gemeinde sollte sie das aber. Eine Bestandsrenovierung sei deshalb sinnvoller als ein Neubau auf grünen Flächen, so die Bürgerin. „Da wird aber erneut auf einem kleinen Grundstück mit altem Baumbestand ein riesiger Baukörper errichtet.“

Weitere Bauprojekte in der Gemeinde plant Klaus-Dieter Ruhoff vorerst nicht. „Nordkirchen ist momentan verwaist, wie so viele Orte“, sagt er zum Mangel an geeigneten Bauflächen. Dennoch könne er sich über Immobilien-Anfragen zurzeit nicht beschweren: „Das Telefon steht nicht still.“

Und wann soll das Zweifamilienhaus am Kattenbeck nun stehen? „Ich setze mich da nicht unter Druck“, sagt der Immobilienberater vorab und ergänzt: „Die Vorarbeiten und der Rohbau sind schnell erledigt.“ Etwa im Mai 2022 sollen die neuen Wohnungsbesitzer einziehen können, je nachdem, wie schnell der Innenausbau erledigt ist.

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1989 im Ruhrgebiet geboren, dort aufgewachsen und immer wieder dahin zurückgekehrt. Studierte TV- und Radiojournalismus und ist seit 2019 in den Redaktionen von Lensing Media unterwegs.
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Dennis Görlich

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