Lasermesssäulen nennen sich diese Laser-Blitzer im Fach-Jargon. © Günther Goldstein
Geschwindigkeitsmessung

Neuer Blitzer in Nordkirchen: Laser-Säule bietet Vorteile

Aufmerksame Verkehrsteilnehmer haben es schon bemerkt: Auf der Münsterstraße in Nordkirchen befinden sich neue Laser-Blitzer. Die bieten einige Vorzüge im Vergleich zum Starenkasten.

Insgesamt drei neue Laser-Blitzer gibt es bisher im Kreis Coesfeld. Zwei davon in Nordkirchen. „In Nordkirchen haben wir den Anfang gemacht“, sagt Stephan Hoffmann, Leiter des Straßenverkehrsamts im Kreis Coesfeld. Wir beantworten Fragen dazu im Format Fragen und Antworten.

Warum macht Nordkirchen den Anfang, wenn es um neue Messtechnik im Kreis Coesfeld geht?

Eine der dort zuvor angebrachten beiden Starenkästen sei defekt gewesen, deswegen war ein Austausch ohnehin notwendig, erklärt Stephan Hoffmann. Der dritte Blitzer, der diese Technik nutzt befindet sich zwischen Nottuln und Coesfeld. „In den kommenden Jahren sollen die bestehenden Blitzer peu a peu gegen die neue Technik ausgetauscht werden“, sagt Stephan Hoffmann.

Und was ist der Vorteil der neuen Lasermessgeräte?

Bei den alten Starenkästen ist ein Kontaktstreifen im Boden eingelassen, erklärt Stephan Hoffmann. Wenn die Straßen abgenutzt werden, könne es dann auch dazu kommen, dass der Kontaktstreifen ausgetauscht werden müsse. Die Laserblitzer hingegen funktionieren ohne Messstreifen im Boden. Die alten Starenkästen in Nordkirchen waren zudem batteriebetrieben. Wenn die Batterie leer war, konnte also auch nicht geblitzt werden. Außerdem können die Laserblitzer in beide Richtungen blitzen, erklärt Stephan Hoffmann.

Sind die Blitzer denn dauerhaft scharf gestellt?

Nein. Die dazugehörigen Kameras wechseln zwischen den Standorten hin und her, es wird also auch Phasen geben, in denen nicht geblitzt wird.

Wie viel nimmt der Kreis eigentlich mit dem Blitzen ein?

Das Volumen beträgt zwei Millionen Euro für 2020, erklärt Stephan Hoffmann. In den Betrag zählen sowohl Verwarn- als auch Bußgelder herein – außerdem werden auch die Resultate der Geschwindigkeitsmessung der Polizei hereingezählt. Der Betrag steige von Jahr zu Jahr, das liege aber vor allen Dingen daran, dass mehr Blitzer und mehr Personal eingesetzt werde, erklärt Hoffmann.

Was passiert mit dem Geld?

„Die Einnahmen gehen an den Kreishaushalt“, sagt Stephan Hoffmann. Das kann dann zu einer geringeren Kreisumlage für die Städte und Gemeinden führen. Indirekt würde also auch die Gemeinde Nordkirchen von vielen Einnahmen durch das Blitzen profitieren. „Es geht uns darum, die Verkehrssicherheit im Kreis zu erhöhen, nicht darum, abzukassieren“, sagt Stephan Hoffmann. Zudem sagt er, dass bei ihm der Eindruck entstanden ist, dass es mehr Menschen im Kreis sind, die für das Blitzen sind, als dagegen. Das würde man zum Beispiel daran sehen, dass Menschen den Kreis kontaktieren und um Kontrollen an bestimmter Stelle bitten oder um eine höhere Kontrollfrequenz,

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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