Sein letzter Urlaub führte Thaddeus Eze nach Grächen in der Schweiz. Seine Heimat Nigeria kann er zur Zeit wegen Corona nicht besuchen. © Eze
Seelsorger

Neuer Pfarrer in Nordkirchen: Thaddeus Eze Nachfolger von Martins Eluke

Seit neun Jahren im Dienst des Bistums Münster und in verschiedenen Gemeinden tätig, bereichert Pfarrer Eze nun die St. Mauritius-Gemeinde. Dort wird er für die Seelsorge zuständig sein.

Sein größtes Anliegen ist es, die „Freude des Glaubens auf die Menschen überkommen zu lassen“. Das möchte Thaddeus Eze, Priester aus Nigeria, in den kommenden Monaten in der St.-Mauritius-Gemeinde in Nordkirchen erwirken.

2007 in seinem Heimatbistum Nsukka in Nigeria zum Priester geweiht, wurde er von seinem Bischof 2011 nach Deutschland entsendet. Der rege Austausch, der zwischen seinem Heimatbistum und dem Bistum Münster herrscht, machte es möglich. Nach Jahren, die der Gottesmann als Kaplan und Pfarrer in Ahaus und Emmerich verbracht hat, möchte er sich jetzt in Nordkirchen einbringen.

„Glaube wächst aus Begegnungen“

„Ich habe den Wunsch, hier so viel Erfahrung wie möglich zu bekommen. Ich bin als Lernender gekommen mit dem Wunsch danach im Glauben zu wachsen und im Glauben mit den Menschen zusammen zu kommen.“ In Nordkirchen füllt der 43-Jährige das vakante Amt von Pfarrer Martins Eluke aus, der nach Duisburg wechselte. Eze wird vor allem als Seelsorger tätig sein. „Der Glaube wächst aus Begegnungen“, sagt er über seine Aufgabe. „Ich möchte so viel wie möglich, soweit Corona das zulässt, mit Menschen zusammen kommen und in ihr Leben eintauchen.“ Er freut sich darauf, den Menschen in ganz verschiedenen Lebenssituationen und auch in schwierigen zu begegnen.

Unterschiede zu seiner Arbeit in Nigeria sieht er erst einmal nicht, die Seelsorge sei überall auf der Welt ähnlich. Die Lebensbedingungen aber unterscheiden sich, sodass die Lebensfragen andere seien. „Diese Flexibilität muss man als Seelsorger einbringen“, erklärt e. Im Gemeindebrief wird er als ein Pfarrer mit offenem Ohr als begabter und zupackender Seelsorger beschrieben.

Kirche in Deutschland wiederbeleben

Ein wichtiger Unterschied zwischen seinem Heimat-Bistum und dem Bistum Münster sei, dass das Bistum Nsukka gerade einmal 110 Jahre alt ist. „Wir gucken mit einem kindlichen und frischen Blick auf Deutschland, während hier wirklich gute Strukturen herrschen. In Nigeria wird bald eine neue Gemeinde gegründet, während hier die Gemeinden fusionieren.“ Die Kirche in Deutschland werde fast schon für tot erklärt in Nigeria gebe es Lebendigkeit. „Wenn die Menschen sehen, dass sich die Kirche in anderen Ecken der Welt verjüngt und wächst, kann sie das hier vielleicht wieder beleben“, so der Geistliche.

Sein besonderes Anliegen: „Hier haben die Menschen mehr als genug, sind aber nicht so glücklich. In Nigeria leben sie von der Hand in den Mund, es herrscht aber echte Lebensfreude. Diese Lebensfreude möchte ich auch in diese Gemeinde transportieren.“

Geplant ist zunächst einmal ein Aufenthalt in der Gemeinde für circa ein Jahr. Dann werden die Bischöfe über Ezes weitere Zukunft entscheiden.

Über die Autorin
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In und um Stuttgart aufgewachsen, in Mittelhessen Studienjahre verbracht und schließlich im Ruhrgebiet gestrandet treibt Kristina Gerstenmaier vor allem eine ausgeprägte Neugier. Im Lokalen wird die am besten befriedigt, findet sie.
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Kristina Gerstenmaier

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