Neues Hotelquartier in Nordkirchen: Wesentliche Planänderungen

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Die Pläne für das Hotelquartier Nordkirchen haben Veränderungen erfahren.
Die Pläne für das Hotelquartier Nordkirchen haben Veränderungen erfahren. © TMC Development
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Die Überplanung einer Fläche zwischen Schloßstraße und Am Gorbach – Hotelquartier Nordkirchen genannt – läuft weiter. Gegenüber dem ersten Entwurf zur Überplanung des Areals nach dem Rückzug des Landes NRW aus dem geplanten Bau einer Fortbildungsakademie für Finanzbeamte ergeben sich aber wesentliche Veränderungen.

Das geht aus den Sitzungsunterlagen für die Sitzung des Rates der Gemeinde Nordkirchen am Donnerstag, 1. September, hervor. Die Politiker haben Änderungen der Planungen zu beschließen und in diesem Zusammenhang die Verwaltung zu beauftragen, die neuen Planunterlagen öffentlich auszulegen. Geplant sei auch eine öffentliche Informationsveranstaltung über das Vorhaben, teilt die Verwaltung mit.

„Auf der Grundlage des vom Rat der Gemeinde am 23.06.2022 beschlossenen Eckpunktepapiers und des damit verbundenen Beschlusses zur Einleitung des (…) Planverfahrens zur Überplanung des gesamten Hotelquartiers haben die Projektentwickler Premero und der interessierte Investor mit seinem Unternehmen, wiederum auch in Abstimmung mit den künftig vorgesehenen Betreibern der Immobilien, die Projektplanung fortgesetzt“, heißt es von Seiten der Gemeindeverwaltung.

Neben den bestehen bleibenden Bausteinen Hotel, Schwimmbad, Schulgebäude für die Gesamtschule sei das vorgesehene Wohnquartier überarbeitet worden.

Kita vorgesehen

Das sind die wichtigsten Veränderungen in den Planungen zum ersten Entwurf:

  • Die Pläne sehen eine insgesamt in ihrer Nutzfläche verringerte Fläche vor und: Die vorgesehenen Gebäudehöhen sind niedriger geworden.
  • Die Gebäude haben mehr Abstand zueinander und von der Schloßstraße bekommen und so bleibe ausreichend Fläche für interessante Innenhofgestaltungen für alle Bewohner des Quartiers und die Besucher der Anlage.
  • Zusätzlich sei im Wohnquartier jetzt der Bau und Betrieb einer Kita sowohl für die Kinder der Beschäftigten der Einrichtungen als auch für Kinder aus dem Ort vorgesehen.
  • Das Wohnquartier soll in Abschnitten realisiert werden unter Berücksichtigung der aktuell durch gestiegene Baukosten, schlechtere Baumaterialverfügbarkeit, Fachkräftemangel und schlechtere Finanzierungsbedingungen geänderten Marktsituation.
  • So können auch die Art und die Menge der nachgefragten Wohnungstypen im Rahmen der Erstellung des Projektes unter Berücksichtigung von Faktoren wie einer im Moment schlechteren Baumaterialverfügbarkeit und des bestehenden Fachkräftemangels noch angepasst werden.
  • Die Nutzung des Hotels und des Schwimmbades werde ergänzt um angegliederte ambulante Gesundheitseinrichtungen zum Beispiel in Form von Praxen für Allgemeinmediziner, Fachärzte und sonstige Gesundheitsberufe wie etwa Physiotherapeuten. Dieses Konzept werde gerade erarbeitet und auf die in Nordkirchen realisierbaren Möglichkeiten hin überprüft.

Die ersten Planungsentwürfe, die die Projektentwickler von Premero nach dem Rückzug des Landes NRW aus den Planungen für den südlichen Teil des vorgesehenen Geländes vorgelegt hatten, waren öffentlich in die Kritik geraten. Sie seien „überdimensioniert“, lautete zum Beispiel der Vorwurf einer Nordkirchener Bürgerin. Es ging dabei um die Dimensionen der vorgesehenen Wohnbebauung. Sie sahen laut dem ersten Entwurf so aus: fünf Wohnblöcke, die bis zu vier Geschosse plus Staffelgeschoss hoch sein und Platz für rund 264 Wohneinheiten bieten sollten.

Das sieht nun massiv anders aus. In der Sitzungsvorlage für den Rat heißt es dazu: „Der Investor hat (…) die Anregung des Bauausschusses aufgenommen und plant einen auflockernden Rücksprung des Staffelgeschosses gegenüber dem darunter liegenden Vollgeschoss an mehreren Straßenansichten des Wohnquartiers, insbesondere an der Schloßstraße.“ Der neue Planentwurf sieht für die Wohnbebauung drei Geschosse beziehungsweise drei Geschosse plus Staffelgeschoss vor.

Die Sitzung des Rates der Gemeinde Nordkirchen beginnt am Donnerstag, 1. September, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Bürgerhauses, Am Gorbach 2.