Bürgermeister Dietmar Bergmann, Marta und Josef Quante sowie Peter Schigiol von der Firma Aqua Consult (von links) präsentieren den frisch sanierten Brunnen auf dem Kirchplatz in Südkirchen. © Julian Preuß
Sanierung

Neues Innenleben: Brunnen in Südkirchens Dorfmittelpunkt sprudelt wieder

Nach 37 Jahren hat eine Fachfirma den Brunnen am Kirchplatz in Südkirchen saniert. Nun sprudelt Wasser in trinkbarer Qualität - ein zusätzlicher Trinkwasserbrunnen soll folgen.

Neben seiner Frau Marta sitzt Josef Quante am Kirchplatz auf einer Bank, nahe des Dorfbrunnens. Er beobachtet Bürgermeister Dietmar Bergmann, wie er mit einem Sektglas in der Hand die Inbetriebnahme des Brunnens bekannt gibt. Nach mehr als einem halben Jahr bleibt der Brunnen im Dorfmittelpunkt nicht mehr trocken. Quante sieht, wie wieder drei kleine Fontänen aus den alten Mühlsteinen sprudeln.

Sanierung des Brunnens kostet rund 45.000 Euro

Die Gemeinde beauftragte die Fachfirma Auqa Consult als Münster damit, Pumpen, Elektrik und Schachtabdeckungen zu tauschen, Einstiegshilfen in den Wassertank einzubauen sowie Filteranlagen für das Wasser zu installieren. Etwa 45.000 Euro kostet die Modernisierung der Technik – eine Investition, der Bergmann eine hohe Bedeutung zuweist.

„Der Brunnen ist ein wichtiger Begegnungspunkt für die Menschen hier. Radfahrer von außerhalb halten sich ebenfalls dort auf, wenn sie dort Pause machen. Im Sommer ist der Brunnen auch für die Kinder eine tolle Sache“, meint der Bürgermeister. Die Brunnentechnik sei in die Jahre gekommen und habe immer wieder Probleme gemacht.

Der Brunnen im Dorfmittelpunkt in Südkirchen verfügt nun über eine moderne Pumptechnik, die wieder für Fontänen sorgt.
Der Brunnen im Dorfmittelpunkt in Südkirchen verfügt nun über eine moderne Pumptechnik, die wieder für Fontänen sorgt. © Julian Preuß © Julian Preuß

Aufgrund der Modernisierung hat das Wasser aber nun Trinkwasserqualität. Dafür sorgen die neu installierten Filter. Peter Schigiol von der Auqa Consult aus Münster spricht von einer „Badewannenqualität“. Und geht es nach der Gemeinde, soll das Wasser bald nicht nur als optisches Element den Brunnen verschönern.

Ein zusätzlicher Trinkwasserbrunnen soll kommen

Bergmann kann sich vorstellen, einen zusätzlichen Trinkwasserbrunnen errichten zu lassen. Sinnvoll sei dies mit Blick auf die mögliche heiße und trockene Sommer. Ideen zur Realisierung gebe es bereits. So kann es sein, dass sich der kleine Platz im Zentrum der Gemeinde nochmal optisch wandelt.

„Hier hat sich viel verändert“, sagt auch Josef Quante. Der 88-Jährige hat eine besondere Bindung zu dem Brunnen auf dem Sürdkirchener Kirchplatz. Gemeinsam mit weiteren engagierten Bürgern hat er 1984 dafür gesorgt, dass der alte Dorfbrunnen, der zur Wasserversorgung genutzt wurde, nicht verschwand.

Über den schmalen Schacht auf der linken Seite gelangt man in den Wartungsraum der Brunnentechnik.
Über den schmalen Schacht auf der linken Seite gelangt man in den Wartungsraum der Brunnentechnik. © Julian Preuß © Julian Preuß

Quante kommt kurz ins Erzählen, wenn er in diese Zeit zurückblickt. Sportvereine, Feuerwehr, weitere Freiwillige – viele hätten mitgeholfen, das Projekt umzusetzen. Zum Bau griff die Gruppe auf auch auf Materialien zurück, die vor Ort auffindbar waren. „Wir haben beispielsweise die alten Pflastersteine der Straßen für den neuen Brunnen verwendet“, erinnert sich Quante.

16 Meter tief sei der ursprüngliche Brunnenschacht gewesen. So tief geht es nun nicht mehr unter die Erde, um die Technik zu begutachten. Mit den Pumpen der Feuerwehr habe man früher das Wasser in den Umlauf gebracht. Doch das liegt mindestens 37 Jahre zurück. Seitdem hat vieles verändert.

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