Nordkirchen verbietet Osterfeuer in Zeiten von Corona - was passiert mit den Holzhaufen?

Osterfeuer

Wer durch den Außenbereich fährt, sieht sie reihenweise: hoch aufgerichtete Holz- und Reisighaufen. Dabei sind Osterfeuer in Zeiten von Corona verboten. Wohin damit?

Nordkirchen

, 25.03.2020, 20:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eigentlich ist bei den Osterfeuern sonst viel los. Wegen der Coronagefahr werden sie aber dieses Jahr nicht stattfinden.

Eigentlich ist bei den Osterfeuern sonst viel los. Wegen der Coronagefahr werden sie aber dieses Jahr nicht stattfinden. © Beate Dorn

Dass alle Osterfeuer abgeblasen würden, stand bereits in der vergangenen Woche fest, Mit dem Kontaktverbot, das seit Montag gilt, hat sich die Situation noch einmal verschärft - bundesweit und auch in Nordkirchen.

„Nein, Osterfeuer dürfen nicht stattfinden, weder öffentliche noch private“, sagt Bürgermeister Dietmar Bergmann im Telefonat mit der Redaktion. Aber wohin dann mit den Holz- und Reisighaufen, die sich seit einigen Wochen allerorts stapeln?

Für die Grundstückseigentümer im Außenbereich gibt es eine Lösung: Sie können Nutzfeuer anmelden. Um die Brandgefahr zu minimieren und aus Gründen des Umweltschutzes ist das Verbrennen von Gartenabfällen wie Holzschnitt und Co. grundsätzlich verboten. Wer im Außenbereich wohnt, kann aber eine Ausnahme von den Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes beantragen. Sogenannte Nutzfeuer sind noch bis zum 11. April möglich - vorausgesetzt, sie wurden bei der Gemeinde angemeldet und erfüllen die Bedingungen.

Feuer bei Tageslicht abbrennen

Dazu gehört es, dass solche Feuer nur im Außenbereich erlaubt sind und mindestens 100 Meter vom nächsten Gebäude entfernt sein müssen. Die Antragssteller müssen den Haufen kurz vorm Abbrennen komplett umschichten und müssen ihn bei Tageslicht abbrennen. Neu ist in Zeiten von Corona, dass höchstens zwei Menschen vorm Feuer stehen dürfen.

Lesen Sie jetzt