Nordkirchener Bürgermeister rät ab von Haus-zu-Haus-Touren an Halloween

mlzSchutz vor Corona

Samstag (31.10.) ist Halloween und eigentlich würden an dem Tag viele Kinder verkleidet von Haus zu Haus ziehen. Die Gemeinde hat sich zu dem Brauch jetzt klar positioniert.

Nordkirchen

, 28.10.2020, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur noch wenige Tage, dann ist Halloween, der Abend vor Allerheiligen. Gerade für Kinder ist das Gruselfest, das seit einigen Jahren auch in Deutschland immer präsenter wird, überaus beliebt. Die eigenen Kinder verkleidet als Geist oder Hexe von Haus zu Haus ziehen zu lassen - dabei werden in diesem Jahr viele Eltern ein ungutes Gefühl haben. Seit Wochen steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2, weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens scheinen mittlerweile nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Auch die Gemeinde Nordkirchen rät davon ab, Halloween zu feiern, oder Kinder von Haus zu Haus zu schicken, um Süßigkeiten zu sammeln. Das sagt Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage dieser Redaktion. „Es führt zu vielen Kontakten verschiedener Haushalte“, erklärt Bergmann. Genau das seien die Situationen, die es im Moment zu verhindern gelte.

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Spezielle Kontrollen am 31. Oktober hat die Gemeinde allerdings nicht geplant. „So lange es kein Verbot gibt, gibt es für unsere Ordnungsdienst-Mitarbeiter auch nichts zu kontrollieren“, sagt der Bürgermeister. Der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamts sei trotzdem im Einsatz und reagiere auf Meldungen in Verdachtsfällen. Schon länger sind die Mitarbeiter auch an Wochenenden für Kontrollfahrten im Einsatz.

Im Frühjahr, als Treffen von Personen aus mehreren Haushalten verboten waren, entdeckte das Nordkirchener Ordnungsamt beispielsweise eine Gruppe von 28 Motorradfahrern, die sich am Bikertreff Nordkirchen verabredet hatten.

Insgesamt erwiesen sich die Nordkirchener im Frühjahr allerdings als sehr diszipliniert, was die Umsetzung der Verhaltensregeln aus den jeweiligen Corona-Verordnungen des Landes NRW anging. Das betonte die Gemeindeverwaltung immer wieder.

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So blieb es bei einzelnen Fällen, in denen die Gemeinde tätig werden und auch Strafen verhängen musste: Im März ignorierte ein Nordkirchener beispielsweise die Quarantäne-Anordnung und wurde unterwegs erwischt.

Im April zeigten sich mehrere Personen auch nach mehrmaliger Ansprache des Ordnungsamtes uneinsichtig. Auch sie trafen sich trotz des zu diesem Zeitpunkt geltenden Kontaktverbots.

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Was das anstehende Fest Halloween betrifft, sind die Regeln - bislang- nicht so strikt, wie im Frühjahr. Vom Haus-zu-Haus-Ziehen rät allerdings nicht nur die Gemeinde Nordkirchen ab: Auch die Nachbarstadt Selm hat an ihre Bürger appelliert, auf den in Deutschland noch jungen Brauch in diesem Jahr zu verzichten.

Prinzipiell sei es zwar auch in diesem Jahr möglich, so die Stadt Selm. Jedoch müssen die Halloween-Fans bedenken, dass die Gruppen nicht größer als fünf Personen sein dürfen. Der Kreis Unna befindet sich - wie der Kreis Coesfeld auch - wegen der Infektionszahlen in der Gefährdungsstufe 2, deshalb dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten.

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