Nordkirchener Wirte sorgen sich um die Thekenkultur

Rauchverbot

Seit dem 1. Mai gilt in NRW ein strenges Nichtraucherschutzgesetz. Das Gesetz und die Folgen werden viel diskutiert. Was die Wirte aus der Schlossgemeinde von dem verschärften Gesetz halten, haben sie unserer Mitarbeiterin Jennifer Riediger erzählt.

NORDKIRCHEN

05.05.2013, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Wirte in Nordkirchen machen sich Sorgen um die Thekenkultur.

Die Wirte in Nordkirchen machen sich Sorgen um die Thekenkultur.

Alles andere als begeistert ist Albert Lücke vom Plettenberger Hof vom verschärften Nichtraucherschutzgesetz, das am 1. Mai in Kraft getreten ist. Denn jetzt darf in seiner Kneipe nirgendwo mehr geraucht werden. "Auch wenn ich Räume genug habe und dafür sorge, dass kein Nichtraucher in Mitleidenschaft gezogen wird, darf ich keinen Raucherraum mehr einrichten", sagt der Geschäftsführer. Das sei schon ein bisschen diskriminierend, findet er."Das ist doch Käse" Seine Gäste hätten am 1. Mai das Rauchverbot zwar akzeptiert, aber er glaube schon, dass in Zukunft einige nicht mehr in die Kneipe kämen. "Manche Gäste schocken oder kniffeln hier. Wenn drei Spieler ständig zum Rauchen draußen sind und man nicht weiterkommt, dann ist das doch Käse", sagt er. Diese Gäste kämen dann vielleicht nicht mehr. Katharina Schwert, Inhaberin der Schlossstuben, sieht die Situation etwas gelassener. "Die Gäste können jetzt ja nirgendwo mehr rauchen, es gibt keine Ausnahmen mehr", sagt sie. Deswegen glaubt sie nicht, dass ihre Gäste wegbleiben. Sie sei froh, dass es jetzt ein klares Gesetz gebe.Viele Diskussionen Dennoch glaubt sie, dass ein Teil der Thekenkultur durch das verschärfte Nichtraucherschutzgesetz sterbe. Auch ihre Gäste hätten das Gesetz vorher viel diskutiert und längst nicht alle ihre nichtrauchenden Gäste seien begeistert von dem Gesetz. "Alle Raucher hauen dann ab und ich sitz allein da' sagen manche", berichtet Katharina Schwert.

 

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