Nordkirchenerin setzt auf natürliche Hilfe beim Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Claudia Schulz möchte am Rastplatz Ichterloh Rast machen- ohne Gesundheitsgefahr durch den Eichenprozessionsspinner. Deshalb hat sie die Initiative ergriffen und natürliche Feinde angelockt.

Nordkirchen

von Carina Strauß

, 20.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie an vielen Stellen waren auch die Eichen am Rastplatz Ichterloh in Capelle im vergangenen Jahr vom Befall der Eichenprozessionsspinner betroffen. Der Platz war nur auf eigene Gefahr nutzbar. So kam Claudia Schulz aus Nordkirchen auf die Idee, die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners anzulocken: die Meisen. „Von Oktober bis Januar waren nur vereinzelt Meisen zu sehen“, schreibt Claudia Schulz. Daher fing sie ab Januar 2020 mit der Genehmigung des Försters an, Meisenknödel aufzuhängen. Unterstützung bekam sie von weiteren Helfern. Gefüttert wurde an drei Tagen in der Woche. „Die Meisenknödel wurden selbst erworben und fanden bei den Meisen regen Zuspruch“, so die Naturliebhaberin.

Auch der Müll wurde entfernt

Das Projekt umfasste nicht nur die Fütterung der Meisen. Die Gruppe entfernte neben den anfallenden Resten der Knödel auch Müll von anderen Gästen, „damit es dort für alle eine erholsame Umgebung bleibt“.

Die Gruppe um Claudia Schulz möchte weiter helfen und freut sich, die Erlaubnis für die kommenden Jahre erhalten zu haben. Die Naturliebhaber suchen noch „fleißige Hände, beherzte Mitfütterer und kreative Köpfe, um über den Sommer 2020 schon einen gemeinsamen Futtervorrat für den kommenden Winter zu schaffen“. Wer helfen möchte, kann sich bei Frau Claudia Schulz unter der Telefonnummer 02596/528535 melden.

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