Das ist eines der Angebote der evangelischen Kirchengemeinde in Nordkirchen in der Vorweihnachtszeit. Nero Alejandro guckt sich schon mal an, was an der Leine während der Aktion Kindergottesdienst zum Mitnehmen hängt. © Jenny Caiza Andresen
Gottesdienste

Ökumenische Gottesdienste an Heiligabend in Nordkirchen in der Schwebe

Open-Air-Gottesdienste. Ökumenisch sogar. Und das zu Weihnachten. Klingt in Zeiten des zu minimierenden Kontakts gut. Nur, ob das in Nordkirchen möglich sein wird, steht noch nicht fest.

In Nordkirchen ist geplant, ökumenische Open-Air-Gottesdienste an Heiligabend, Donnerstag, 24. Dezember, anzubieten. Und zwar in Südkirchen, Capelle und Nordkirchen. Die evangelische Kirchengemeinde Lüdinghausen, zu der auch Nordkirchen gehört, und die katholische Kirchengemeinde St. Mauritius Nordkirchen sind Partner dieses Projektes. Doch steigende Corona-Infektionszahlen und die damit verbundenen verschärften Auflagen der Corona-Schutzverordnung könnten derartige Gottesdienste zum Kippen bringen.

Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Lüdinghausen habe entschieden, Open-Air-Gottesdienste zu feiern, berichtet die Nordkirchener Pfarrerin Jenny Caiza Andresen am Donnerstag, 17. Dezember, auf Anfrage der Redaktion. Die Schutzkonzepte seien so sicher, dass das zu verantworten sei. „Die katholische Gemeinde ringt aber derzeit sehr darum, ob sie diese ökumenischen Präsenzgottesdienste feiert, so dass ich im Moment nicht sagen kann, ob die stattfinden.“

Gemeinsame Erklärung angestrebt

Sobald die St.-Mauritius-Gemeinde eine Entscheidung gefällt habe, werde es eine gemeinsame Erklärung geben. Darauf haben sich die Partner verständigt, sagt Jenny Caiza Andresen. Klar sei aber, falls die katholische Gemeinde absage, werde es keine Open-Air-Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde in Nordkirchen an Heiligabend geben. Präsenzgottesdienste werde es bis zum 10. Januar nicht geben. „Damit folgen wir der Empfehlung der Evangelischen Landeskirche“, berichtet die Pfarrerin. Die Landeskirche hat empfohlen, eben keine Präsenzgottesdienste anzubieten.

Gleichwohl wird es in Nordkirchen für evangelische Christen kleinere Angebote auch zu Weihnachten geben. Zum Beispiel am Freitag, 25. Dezember, also am 1. Weihnachtstag. Das Angebot heißt „Offene Kirche zu Gebet und Stille“, 10 bis 11.30 Uhr, sowie von 14.30 bis 16 Uhr in der evangelischen Kreuz-Kirche an der Bergstraße. Zu dieser Zeit besteht die Möglichkeit, sich das Friedenslicht aus Bethlehem mitzunehmen. Pfarrerin Caiza Andresen ist zum Gespräch und Gebet vor Ort.

Es könnte nicht das einzige Angebot der „Offenen Kirche“ sein, berichtet Pfarrerin Jenny Caiza Andresen: „Durch die ausfallenden Gottesdienste werden wir die Zeiten der ,Offenen Kirche‘ ausdehnen.“ Wie genau, das stehe noch nicht fest.

Kindergottesdienst zum Mitnehmen

Fest stehe aber, dass am Sonntag, 20. Dezember, also am vierten Advent, wieder „Kigo to go“ – Kindergottesdienst zum Mitnehmen – laufe. An einer Leine an der Kirche hängen Tüten, die sich Kinder abholen können. „Da sind unter anderem Vorschläge von Andachten und Krippenfeiern mit Liedern und Gebeten drin für Familien mit Kindern verschiedener Altersgruppen für zu Hause.“ Demnächst erreicht Familien auch ein Gruß von Pfarrerin Jenny Caiza Andresen, mit Ideen, wie man zuhause eine kurze Andacht zuhause gestalten kann. „Wer diesen Gruß bekommen möchte, kann sich gern im Gemeindebüro melden oder per E-Mail bei mir.“ Die E-Mail-Adresse der Pfarrerin: jenny.caiza-andresen@ekvw.de.

Ein weiteres denkbares Angebot: „Wir würden gern versuchen, ein Angebot zu machen, das wir ins Internet stellen.“ Die Idee: Es soll eine kleine Andacht sein mit Lesung, Gebet und Orgelmusik. Das soll gefilmt und zum Abruf auf die Homepage der Kirchengemeinde gestellt werden.

Der Kirchenkater hat für Kinder Weihnachtssterne zum Ausmalen vorbereitet.
Der Kirchenkater hat für Kinder Weihnachtssterne zum Ausmalen vorbereitet. © Jenny Caiza Andresen © Jenny Caiza Andresen

Seit dem dritten Advent läuft eine andere Aktion. Sie lehnt sich an eine Aktion aus dem ersten Lockdown im Frühjahr an. Damals hatten Kinder Regenbögen ausgemalt und in die Fenster gehängt. Die aktuelle Aktion heißt „Ein Weihnachtsstern im Fenster“. Nun sollen also Sterne ausgemalt und in die Fenster gehängt werden. Als kleine Mutmacher in Coronazeiten. Vorlagen finden sich unter www.evangelisch-auf-gutem Grund.de oder auch in einer Kiste an der Kreuz-Kirche.

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Redaktion Selm
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Arndt Brede

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