Planung für neue Kita in Nordkirchen wird konkreter: Ein Grundstück rückt in den Fokus

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Nordkirchen braucht eine neue Kindertagesstätte. Und das schnell. Zwei Grundstücke wurden für den Bau zuletzt diskutiert. Bei einem der beiden wird die Planung jetzt konkreter.

Nordkirchen

, 18.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Nordkirchen hat den Weg freigemacht, um eine neue Kindertagesstätte im Ortsteil Nordkirchen zu bauen. Der Rat der Gemeinde hat in seiner Sitzung am Dienstag (17. September) entschieden, wie zuletzt in Nordkirchen und Südkirchen, nach möglichen Investoren für eine neue Kita zu suchen. Noch gibt es in der Planung aber ein entscheidendes Problem.

Denn noch hat die Gemeinde keine geeignete Fläche, auf der die Kita gebaut werden könnte. Bauamtsleiter Josef Klaas brachte das Problem so auf den Punkt: „Wir haben überall nix, aber haben es eilig.“

Bedarf für drei zusätzliche Kitagruppen im Ortsteil Nordkirchen

Denn die Zeit drängt. Bereits in der Sitzung des Familienausschusses am 5. September hat Yvonne Benson vom für Nordkirchen zuständigen Kreisjugendamt erläutert, dass die Gemeinde im Ortsteil Nordkirchen Bedarf für drei weitere Betreuungsgruppen hat. Südkirchen brauche eine weitere Gruppe, so Benson. Auf den Bedarf reagiert die Gemeinde jetzt erst einmal mit kurzfristigen Lösungen: In Südkirchen soll das Provisorium am Holtweg 4 weiter betrieben werden.

Trotz des gerade erst eröffneten Kita-Neubaus, der Kita „Am Streichelzoo“, dessen Trägerschaft die Kinderheilstätte hat, bleibt der Bedarf in Nordkirchen hoch.

Zwei Flächen für den Neubau möglich

Für einen Neubau hat die Gemeinde zwei mögliche Flächen identifiziert: Eine liegt direkt angrenzend an die Mühle Rath, die andere nördlich des Neubaugebietes „Rosenstraße-West“. Letztere gehört der Kirche, das Grundstück neben der Mühle Rath hat drei Eigentümer.

Mit diesen wird die Gemeinde jetzt Verhandlungen aufnehmen und einen Bebauungsplan für die Fläche aufstellen. Die Gemeinde selbst werde nicht als Käufer auftreten, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann in der Ratssitzung erklärte. Stattdessen werde der Kauf der Fläche Teil des Investorenmodells sein.

Gebäude soll auch Wohnhaus werden können

Ein möglicher Investor müsste den Grundstückskauf der rund 2500 Quadratmeter großen Fläche also in seine Gesamtfinanzierung mit einrechnen.

Mit Blick auf die Zukunft, soll das Kindergartengebäude bei sinkenden Betreuungszahlen zum Wohnhaus umgebaut werden können.

Neben der Suche nach einem Investor für das Projekt werde die Gemeinde auch mögliche Träger für die Einrichtung ansprechen, kündigte Dietmar Bergmann an.

Auf die Frage, wann die neue Kita eröffnen soll, hieß es vom Bürgermeister: „So schnell wie möglich.“

Kita Hoppetosse soll zum 1. August 2020 fertig sein

Weiter ist da schon die neue Kita Hoppetosse in Südkirchen, die neben dem K+K-Markt entsteht: Bis zum 1. August 2020, pünktlich zum neuen Kindergartenjahr, soll sie eröffnen. Das kündigte Ingo Bücker als Vertreter der Bücker Immobilien GmbH im Juli 2019 an.

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