Projekttage zur Suchtprophylaxe an der Gesamtschule

NORDKIRCHEN Eigenverantwortung heißt das Schlüsselwort. Denn Eigenverantwortung ist für Jugendliche der beste Schutz vor Drogensucht. Damit ist der pädagogische Ansatz beschrieben, mit dem Birgit Kühmichel und die Achtklässler der Johann-Conrad-Schlaun-Schule an ihr Projekt zur Suchtprophylaxe gehen. Dr. Gerd Pohl von der Fachstelle für Suchtvorbeugung beim Caritasverband begleitet das Projekt.

24.01.2008, 13:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Gerd Pohl von der Fachstelle für Suchtvorbeugung mit Schülern.

Dr. Gerd Pohl von der Fachstelle für Suchtvorbeugung mit Schülern.

Mit eigenen Wünschen und Sorgen auseinandersetzen

Mit eigenen Wünschen und Sorgen auseinandersetzen

Dabei sollten die Jugendlichen sich mit der eigenen Person, ihren Wünschen und Sorgen auseinander setzen, die eigene Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit vertiefen. Jeder durfte den Schwerpunkt auf seine persönlichen Interessen und eventuellen Probleme legen. Wer zum Beispiel schon einmal etwas mit Alkohol oder mit Magersucht zu tun hatte, konnte genau das thematisieren.

Durch die Stärkung der Kompetenzen zu eigenverantwortlichem Umgang und einer Förderung des allgemeinen sozialen Klimas möchte Birgit Kühmichel eine Voraussetzung für erhöhte Drogendistanz schaffen.

Positive Freizeitgestaltung kennen lernen

Darüber hinaus sollten sich die Schüler an den beiden Projekttagen mit möglichen Ursachen von Suchtverhalten und dessen Erscheinungsformen auf vielfältige Weise auseinander setzen und positive Freizeitgestaltungsmöglichkeiten kennen lernen. "Sie sollen sehen: Es gibt so viele spannende Sachen im Leben. Da muss ich mich nicht auf Drogen stürzen", sagt Birgit Kühmichel. Deshalb lautete das Motto der Projekttage: "Ich lebe viel."

Zur Projektarbeit gehören Bewegungsspiele, Rollenspiele, Stationslernen, Erstellen von Wandzeitungen oder Werbeplakaten und vieles andere mehr.

Informationsabend für Eltern

"Sehr wichtig ist es auch, die Eltern in die Suchtvorbeugung mit einzubeziehen", erklärt Birgit Kühmichel. Deshalb sind die Väter und Mütter der Achtklässler am kommenden Montag (28.) um 19.30 Uhr zu einem Informationsabend ins Forum der Gesamtschule eingeladen.

Ab diesem Abend wird Dr. Gerd Pohl von der Fachstelle für Suchtvorbeugung beim Caritasverband Coesfeld zum Thema "Drogenprävention im Alltag Jugendlicher" referieren. Da er sich seit Jahren mit Theorie und Praxis der Suchtprävention beschäftigt, wird er den Eltern als kompetenter Partner für die Beantwortung ihrer Fragen zur Verfügung stehen. Dr. Pohl arbeitete auch bereits an den beiden Projekttagen mit den Schülern. 

Lesen Sie jetzt