Raser auf der Schloßstraße: Mit diesen Ideen will die CDU den Ortskern sicherer machen

mlzTempo-Diskussion

Das Tempo auf der Schloßstraße soll gesenkt werden. Das ist der Wunsch der Nordkirchener CDU. Eine Aktion im nächsten Frühjahr soll dazu beitragen. Das soll aber nur der erste Schritt sein.

Nordkirchen

, 04.11.2019, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kampf gegen zu hohes Tempo auf der Schloßstraße in Nordkirchen bleibt der CDU-Ratsfraktion ein wichtiges Anliegen. Bereits im Sommer setzte sich die CDU mit einem Antrag im Ausschuss für Bauen und Planung dafür ein, das zugelassene Tempo auf der Schloßstraße auf 30 zu reduzieren. Zugelassen sind derzeit 50 Kilometer pro Stunde. Im Frühjahr 2020 soll eine erste Aktion auf der Schloßstraße für mehr Sicherheit sorgen.

Auf Anfrage begründet CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Pieper noch einmal, warum seine Partei das Thema noch einmal in die politische Diskussion gebracht hat: „Die Anwohner der Schloßstraße sagen, dass dort nicht nur 50, sondern teilweise 70 oder 80 gefahren wird.“ Sämtliche umliegende Straßen -Mühlenstraße, Lüdinghauser Straße oder Bergstraße - seien auf Tempo 30 beschränkt. „Und die Schloßstraße als einzige nicht?“, fragt sich Pieper.

Banner-Aktion soll Autofahrer auf zu hohes Tempo hinweisen

„Das ist für uns kein zulässiger Zustand“, fügt er hinzu. Nicht nur die CDU steht hinter dieser Bestrebung. Unterstützung bekam sie auch von den weiteren Fraktionen.

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Ein erster Versuch, das Tempo auf der Schloßstraße zu senken, soll jetzt über eine Banner-Aktion im Ortskern laufen. Die Verwaltung arbeite zurzeit an der Gestaltung von Hinweisbannern, mit denen Autofahrer an ein angemessenes Tempo erinnert werden sollen, sagt Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage dieser Redaktion. Im Frühjahr, so Klaas, soll die Aktion stattfinden.

Pieper: „Da lassen wir nicht locker.“

Markus Pieper sagt, wenn es nach ihm ginge, könnten die Banner auch schon nächste Woche aufgehängt werden. Seine Partei sei sehr daran interessiert, dass jetzt mehr Tempo in das Thema kommt. „Da lassen wir auch nicht locker“, kündigt Pieper an.

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Und er sagt, dass die Banner-Aktion ein erster Schritt von mehreren sein könnte, je nachdem, wie die gut die Aktion funktioniert. So müsse man im nächsten Schritt der Kontakt zum Kreis Coesfeld suchen, um über ein niedrigeres Tempolimit zu sprechen.

Die Schloßstraße als Fahrradstraße?

Wäre die Schloßstraße auch als Fahrradstraße denkbar? „Das müsste man prüfen“, sagt Markus Pieper. Grundsätzlich stehe er der Idee aber offen gegenüber. „So könnte man das durchaus weiterdenken“, sagt Pieper.

Schritt Nummer eins sei zurzeit aber die Banner-Aktion. Der CDU-Fraktionssprecher erhofft sich einerseits eine sicherere Fahrt für Radfahrer, aber auch für Fußgänger, die die Schloßstraße überqueren wollen. Die Umgestaltung der Schloßstraße habe ja genau diesen Sinn gehabt, die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Tempo 50 würde dem gegenüber im Widerspruch stehen, so Pieper.

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