Raubüberfall auf Tankstelle in Nordkirchen: Polizei sucht nach dem Täter

mlzPolizeieinsatz

Die Tankstelle an der Lüdinghauser Straße in Nordkirchen ist am Mittwochmorgen überfallen worden. Der Täter war bewaffnet und ist flüchtig. Es war nicht der erste Überfall auf die Tankstelle.

Nordkirchen

, 09.09.2020, 08:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Hubschrauber hat die Polizei am Mittwochmorgen den Nordkirchener Ortskern nach einer flüchtigen Person gesucht. Der Verdächtige soll zuvor die Tankstelle an der Lüdinghauser Straße überfallen haben, wie die Pressestelle der Kreispolizeibehörde in Coesfeld auf Anfrage dieser Redaktion mitteilte.

Um 6.31 Uhr sei der Notruf bei der Polizei eingegangen. Zuvor habe der etwa 35 Jahre alte Täter mit einem Messer bewaffnet die Tankstelle betreten und habe Bargeld erbeutet. Die Höhe der Summe sei noch unbekannt, so die Polizeisprecherin weiter.

Dunkle Basecap, rote Fleecejacke und Maske

Bei der Tat trug er eine dunkle Basecap und eine rote Fleecejacke, sein Gesicht habe er mit einer weißen Maske verdeckt. Der Mann ist etwa 1,75 Meter groß. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei bei dem Raubüberfall niemand. Der Täter flüchtete in Richtung Ortskern, die Polizei suche aber in größeren Kreisen nach ihm, erklärt die Politzeisprecherin.

Ein Hubschrauber der Polizei kreiste am Mittwochmorgen über Nordkirchen. Nach einem Raubüberfall auf die Tankstelle an der Lüdinghauser Straße ist die Polizei auf der Suche nach dem Täter.

Ein Hubschrauber der Polizei kreiste am Mittwochmorgen über Nordkirchen. Nach einem Raubüberfall auf die Tankstelle an der Lüdinghauser Straße ist die Polizei auf der Suche nach dem Täter. © Karim Laouari

Der Polizeihubschrauber, der am Morgen über dem seine Runden drehte - genau zur Zeit, in der viele Nordkirchenerinnen und Nordkirchener auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule sind, sorgte für einige irritierte Blicke. Minutenlang kreiste er über dem Ortskern. Verstärkung kam von weiteren Kräften, die den Ort mit Streifenwagen abfuhren.

Polizei will Bildmaterial möglichst schnell veröffentlichen

Die Großfahndung mit dem Hubschrauber wurde noch im Laufe des Morgens eingestellt, Streifenpolizisten seien aber auch danach noch auf der Suche nach dem bewaffneten Täter gewesen, wie die Polizeisprecherin erklärt. Zudem sei es möglich gewesen, Videomaterial des Täters zu sichern. Fotos des Täters sollen - so der Wunsch der Ermittler - „möglichst zeitnah“ veröffentlicht werden, um die Chancen zu steigern, dass der Täter schnell gefasst wird. Dazu sei aber erst ein richterlicher Beschluss nötig, heißt es von der Polizei.

Die Tankstelle an der Lüdinghauser Straße war nicht zum ersten Mal Ziel von Kriminellen. Laut Polizeipressestelle liegt der letzte Überfall über zehn Jahre zurück: Am 22. Februar 2010 überfielen zwei Männer am Abend die Tankstelle, bedrohten die Angestellte mit einer Pistole und forderten Geld aus der Kasse. Mit einer dreistelligen Summe flüchteten die Täter damals.

Erhebliche Schäden bei zwei Einbrüchen 2007 und 2008

Drei Jahre zuvor, am Abend des 4. September 2007 war es ebenfalls ein mit einer Pistole bewaffneter Täter, der einen Angestellten bedrohte und Zigarettenstangen und Bargeld verlangte. Obwohl ein Polizeihubschrauber die Gegend absuchte, konnte der Räuber flüchten. Bereits im Januar 2007 und ein Jahr später richteten Täter bei nächtlichen Einbrüchen erhebliche Schäden in der Tankstelle an. 2008 beispielsweise warfen sie die Eingangstür mit einem Gullydeckel ein.

Hinweise zur Tat am Mittwoch nimmt die Polizei unter Tel. (02591) 7930 entgegen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt