Reit-Aktion bringt Nordkirchenerin einen Preis ein

Ungewöhnliches Duo

Ohne Sattel, dafür mit einer Tasse Wasser und einem Schirm in den Händen – so reitet eine Nordkirchenerin schon mal auf ihrem Pferd. Dafür hat das Duo jetzt einen Preis gewonnen. So sieht das Kunststück aus.

Nordkirchen

, 31.12.2017, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die 20-jährige Studentin und ihr Wallach Janosch sind ein gutes Team.

Die 20-jährige Studentin und ihr Wallach Janosch sind ein gutes Team.

Janosch ist ein ganz cooler Typ. Einer, der sich durch wenig aus der Ruhe bringen lässt. Kein Wunder – schließlich ist Janosch ein polnisches Kaltblut.

Der braune Wallach gehört seit vier Jahren zur Familie von Theresa Velken aus Nordkirchen. Die 20-jährige Studentin und der achtjährige Janosch sind ein richtig gutes Team. Jetzt haben sie bei einem Wettbewerb eines Pferdefutter-Herstellers einen Preis gewonnen.

Mit einer Tasse wasser galoppiert

„Man sollte eine Flüssigkeit auf dem Pferderücken balancieren, ohne etwas zu verschütten“, erklärt Theresa die Anforderungen des Wettbewerbs. Von der Aktion sollten die Teilnehmer anschließend ein Video einschicken.

Theresa und Janosch haben die Anforderungen des Wettbewerbs noch etwas getoppt: Auf dem Video ist zu sehen, wie die Reiterin ohne Sattel und Trense auf dem Pferd durch die Halle galoppiert, eine Tasse mit Wasser in der Rechten, einen geöffneten Regenschirm in der Linken. Multitasking nennt man das!

Und dass der Wallach so brav im Kreis galoppiert und den Anweisungen von Theresa folgt, muss der Jury gefallen haben. Auch Theresas Mutter Doris (47) freut sich über die gelungene Aktion des Duos. „Den bringt so schnell nichts aus der Ruhe“, stimmt sie ihrer Tochter zu.

Obwohl Janosch gar nicht so groß ist, wirkt er durch seinen kräftigen Körperbau sehr wuchtig. Ein Leichtgewicht ist er nicht: „Er bringt 750 Kilo auf die Waage“, sagt Theresa und lacht. Als die Familie ihn in Polen kaufte, war der Vierjährige gerade erst angeritten. „Wir haben viel mit ihm gearbeitet“, sagt Theresa und tätschelt ihr Pferd.

Obwohl Theresa und ihre Mutter eher Freizeitreiterinnen sind, nehmen sie regelmäßig am Reitunterricht des RV St. Hubertus Ascheberg teil. Auch Turniere besucht die 20-Jährige oft. „Er geht A- und L-Dressur, und hat auch schon einige Schleifchen gewonnen“, erklärt sie stolz.

Und weil Janosch so eine Seele von Pferd ist, hat er in Ascheberg auch einen besonderen Job: Seit mehreren Jahren ist er dort das „Martinspferd“, schließlich erschrecken ihn weder Regenschirme noch Kinder.

Kinderliebes Martinspferd

Im Gegenteil: „Janosch ist unheimlich kinderlieb und merkt auch, wenn jemand ohne Reiterfahrung auf seinem Rücken sitzt. Dann ist er noch braver als sonst“, sagt Theresa. Besonders beeindruckend ist, wenn Theresa ihrem Pferd die Trense abnimmt und ihn ohne fremde Hilfsmittel lenkt.

Das Einzige, was den ruhigen Janosch aus der Fassung bringen kann, sind Pferdebremsen im Sommer. „Dann wird er richtig nervös, er kann es nicht haben, wenn sie stechen“, weiß Theresa. Doch noch ist schließlich Winter. Da kann den Wallach so schnell nichts erschüttern. Und demnächst gibt es ja auch noch den Gewinn: eine Extraration Pferdefutter!

Lesen Sie jetzt