Schilder in Nordkirchen zeigen zum Sehnsuchtsort

Treffpunkt zum Träumen

Seit April steht ein buntes Wegweiserschild an dem Wanderweg in Capelle nahe der Alten Ascheberger Straße. Errichtet hat es Familie Hattrup/Heidemann. Auch die zwei nahegelegenen Bänke hat die Familie gebaut. Hier kann sich jetzt jeder niederlassen, um von seinem eigenen Sehnsuchtsort zu träumen.

NORDKIRCHEN

von Sarah Mecklenburg

, 09.08.2017, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wegweiserschild und Bänke

Wegweiserschild und Bänke

Auf die Idee, ein Wegweiserschild zu bauen, kam Mechthild Heidemann durch eine Freundin. „Meine Freundin hat sich so ein Schild für ihren Garten gebastelt. Die Idee fand ich super und hab mir dann gedacht, dass wir das ja auch mal machen könnten“, sagt sie. Heidemann erzählte ihrem Mann und ihren fünf Kindern von der Idee. Alle waren sofort bereit, sie dabei zu unter stützen.

Irland und Hogwarts als Sehnsuchtsorte

Jeder sollte sein liebstes Urlaubsziel, also seinen Sehnsuchtsort, aufschreiben. Schnell waren Orte auf der ganzen Welt dabei. Unter ihnen nur Länder, in denen die Personen auch wirklich gewesen sind. Warum auch der Name ihres Hofes und der des Nachbarhofes aufgeführt ist, erklärt Heidemann so: „Eines meiner Kinder hat statt einer Stadt oder eines Landes plötzlich den Namen unseres Hofes auf ein Blatt geschrieben. Den Einfall fand ich so schön, dass ich dann auch noch den Namen unserer Nachbarn und den Bioland-Hof Altfeld aufgeführt haben wollte“.

Außerdem weisen die Schilder in Richtung Neuseeland, Brusimpano in Italien, zum irischen Bantry, dem Eingang Numbi Gate des Krüger Nationalparks in Südafrika, in Richtung Hiddingsel und zum Hogwarts-Bahnsteig 9 ¾ in London. Die Entfernungen hätten die Kinder ganz einfach mit ihren Handys bestimmt.

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Selbst gebaute Bänke als Treffpunkt mit Nachbarn

Der Platz für das Schild war schnell gefunden: der 250 Meter entfernte Wanderweg am Feld der Familie. Hier verbringen die Hattrups und Heidemanns gerne ihre Abende, genießen die Sonnenstrahlen und gehen spazieren. Das Wegweiserschild hat die ganze Familie zusammen aufgestellt. „Die Kinder haben die einzelnen Schilder ausgerichtet. Auch wieder mit ihrem Handy. Das geht heutzutage scheinbar ganz einfach“, erzählt Heidemann.

Obwohl der Wanderweg sehr ruhig ist, treffe man hier abends auch hin und wieder auf Nachbarn. „Wir fanden das etwas blöd, dass wir hier immer rumstehen müssen, wenn wir uns hier mit unseren Nachbarn unterhalten oder einfach nur entspannen wollen. Da haben wir uns gedacht, wir könnten doch einfach Bänke aufstellen“, sagt Mechthild Heidemann.

Die Bänke habe ihr Mann Wienhold selbst gebaut und auf dem Feldweg aufgestellt. Eine der Bänke ist so ausgerichtet, dass man auf ihr morgens die Sonnenstrahlen genießen kann, auf der anderen ist dies abends möglich. Die Bänke dürfen auch gerne von jedem anderen benutzt werden. „Wenn hier jetzt schon Bänke stehen, darf natürlich auch jeder Wanderer oder Fahrradfahrer hier eine kleine Pause einzulegen. Solche Rastplätze gibt es ja nicht so häufig“, sagt Heidemann.

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