Am Samstag erhielt der Abschlussjahrgang 2021 der Johann-Conrad-Schlaun-Schule seine Abiturzeugnisse. © Pflips
Abiturfeier

Schlaun-Schule: Ein sonderbarer, sympathischer Haufen verabschiedet sich

Abitur 2021 an der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule: Ein Tag der Befreiung. So sahen es jedenfalls die Abiturienten, die als Motto für ihren Abschluss „Abi looking for Freedom“ wählten.

Unweigerlich drängt sich beim Motto der JCS-Abiturienten auch schon David Hasselhoff auf, der mit dem Lied „Looking for Freedom“ nicht nur einmal im Forum erklang. Vor allem aber war es ein schöner Tag für Schüler und Lehrer. Letztere eröffneten die Feier als Chor mit „Oh happy day“ und begrüßten beschwingt alle Anwesenden.

Schülerinnen und Schüler hatten sich teilweise richtig in Schale geworfen. Sie wählten für ihren großen Tag lange Kleider mit Pailletten und Spitze, Anzüge mit Fliege, Krawatte und Weste. Schulleiter Ulrich Vomhof machte den Anfang in der Rednerliste. „Sie haben unter ziemlich schwierigen Bedingungen etwas ziemlich Großes geschaffen“, bestätigte er dem Abschlussjahrgang. Doch er erinnerte auch an die Eltern, die nun mit Erleichterung, aber auch mit Wehmut an diesen Tag zurückdenken werden. „Ihre Kinder gehen jetzt ihren eigenen Weg, Sie brauchen sich nicht mehr einmischen. Aber gleichzeitig ist auch eine Etappe des gemeinsamen Wegs vorbei.“

Die Schülerinnen und Schüler nahmen ihre Zeugnisse auf der Bühne entgegen.
Die Schülerinnen und Schüler nahmen ihre Zeugnisse auf der Bühne entgegen. © Pflips © Pflips

Vomhof rief die Schülerinnen und Schüler dazu auf, Freundschaften zu pflegen, Erinnerungen zu wahren, aber nicht zu verklären. Hinaus in die Welt zu gehen und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn die gesteckten Ziele nicht gleich erreicht würden. Die Jahrgangssprecher Luca Kühn und Greta Schlierkamp bezeichneten sich und ihre Mitschüler als „sonderbaren Haufen, aber sympathisch“. Immerhin hätten sie den Polo-Freitag eingeführt. Der Dresscode an diesem Tag sah vor, Poloshirts zu tragen.

„Kürzester und attraktivster Jahrgang“

Im Rückblick zogen sie das Fazit: „Wir sind gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen“. Von der Pandemie wollten sie heute nicht sprechen, verkündete Kühn. „Die hat bei unseren Vorbereitungen einen großen Raum eingenommen. Heute ist unser Tag.“ Sie wollten als „kürzester und attraktivster Jahrgang aller Zeiten“ in Erinnerung bleiben.

Bürgermeister Dietmar Bergmann bescheinigte der Schule, dass sie kompetent den Einblick in die Vielfalt des Lebens vermittele: „Somit haben die Schülerinnen und Schüler das Handwerkszeug für fachliches Wissen und die Neugier, Dingen auf den Grund zu gehen, erhalten.“

Die Pandemie sollte an diesem Tag keine Rolle spielen - Masken gehörten dennoch zum Standard.
Die Pandemie sollte an diesem Tag keine Rolle spielen – Masken gehörten dennoch zum Standard. © Pflips © Pflips

Der Rückblick der Beratungslehrerinnen Katharina Förster und Stefanie Althoff sorgte mit Fotos aus dem Schulleben und humorvollen Texten für Lacher und spontanen Applaus. Zum Schluss gab es für jeden ihrer Schützlinge einen Orden. Die Zeugnisübergabe an 64 Absolventen übernahmen Klaus Johannknecht, Förster und Althoff. Nacheinander betraten die Abiturienten die Bühne. Dabei spielten ihre selbst gewählten Musikstücke. Gratulationen, Fotos und Getränke gab es im Freien. Ein schöner und wichtiger Tag für die Generation von morgen.

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Ich habe Spaß am Fotografieren und Schreiben. Ich freue mich immer, neue Menschen kennenzulernen.
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