Die Nordkirchener Hausarztpraxen impfen weiter in der Turnhalle der Gesamtschule. Der nächste Termin, an dem der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz kommt, steht bereits fest. © Daniel Claeßen (A)
Weniger Erstimpfungen

Schließung des Impfzentrums in Nordkirchen steht kurz bevor

Seit drei Monaten ist das Impfzentrum in Nordkirchen der Anlaufpunkt für Impfungen gegen das Coronavirus. Weil die Nachfrage gesunken ist, soll bald Schluss sein. Ein Termin steht nun fest.

An jedem Mittwoch verwandelt sich die Turnhalle der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule in Nordkirchen in ein Impfzentrum. Seit dem 14. April wird an diesem Tag der Woche nicht geschwitzt, sondern gespritzt – gegen das Coronavirus. Damit ist es bald zu Ende.

Betreut wird das Zentrum seit nunmehr drei Monaten von den Hausarztpraxen Dr. Matthias Homann und Dr. Ferdinand Kortmann sowie dem Praxiszentrum am Kirchplatz.

Nur noch Zweitimpfungen

Am 18. August soll das Impfzentrum dann das letzte Mal seine Türen öffnen. Das haben die Verantwortlichen der Gemeinde und die beteiligten Ärzte am Dienstag (13.7.) in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen. „Die Nachfrage nach Erstimpfungen geht zurück“, begründet Bürgermeister Dietmar Bergmann diesen Schritt.

Deshalb werden von nun an nur noch Zweitimpfungen im Impfzentrum angeboten. Diese können weiterhin jeden Donnerstag ab 17 Uhr für die Folgewoche über das Online-Buchungsportal der Gemeinde gebucht werden. Eine Priorisierung gibt es nicht mehr, sodass jeder Impfwillige auch die Möglichkeit hat, einen Termin zu bekommen.

Insgesamt seien pro Impftag in der Vergangenheit etwa 200 bis 250 Nordkirchener Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. „In dieser Dimension hätte man das nicht in den Praxen durchführen können“, beschreibt Bergmann die Vorzüge des Impfzentrums.

Impfmobil des Kreises kommt

Die jetzige Nachfrage nach Erstimpfungen sei nun aber auch in den Hausarztpraxen selbst zu stemmen, sodass man sich für eine Schließung des Zentrums im kommenden Monat entschloss. „In den letzten Wochen haben die Ärzte bereits weniger Impfstoff bestellt“, berichtet Bürgermeister Bergmann.

Für die erste Impfung verweist er neben den Praxen auf das Impfmobil des Kreises Coesfeld, das am Donnerstag (15.7.) an der Gesamtschule in Nordkirchen Halt macht. Eine Terminvereinbarung für die Impfung ist nicht notwendig. Ein Lichtbildausweis sowie ein Impfpass dagegen schon.

Etwa 2500 Dosen

Mit der Bilanz des Impfzentrums zeigt sich Dietmar Bergmann einen Monat vor Schluss zufrieden: „Es ist bei den Bürgern sehr gut angekommen.“ Insgesamt seien rund 2500 Impfungen durchgeführt worden.

Auf den vier „Impfstraßen“ in der Sporthalle herrschte in den vergangenen Monaten reger Verkehr. Zeitweise waren Impftermine innerhalb weniger Minuten nach Freischaltung ausgebucht. Auch das Anrufer-Aufkommen bei Praxen und Gemeinde sei zu dieser Zeit enorm gewesen, berichtete Bergmann noch im Mai. Ab dem 19. August kann die Sporthalle dann mittwochs wieder für Schulsport genutzt werden – zum Schwitzen statt zum Spritzen.

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1989 im Ruhrgebiet geboren, dort aufgewachsen und immer wieder dahin zurückgekehrt. Studierte TV- und Radiojournalismus und ist seit 2019 in den Redaktionen von Lensing Media unterwegs.
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Dennis Görlich

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