Was passiert eigentlich mit dem Schutthaufen am ehemaligen Haus Westermann?

mlzEhemalige Gaststätte

Manch einer scherzte schon, dass auf dem Schutthaufen am Haus Westermann ein Rodelhügel entstehen könnte. Was mit dem Schutt tatsächlich passieren soll, erklärt Bauamtsleiter Josef Klaas.

Nordkirchen

, 02.11.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein markantes Gebäude ist die ehemalige Gaststätte Haus Westermann immer gewesen. Wer aber im Moment über die Schlossstraße an dem Gelände vorbeifährt oder -geht, der kommt kaum umhin, immer wieder mit seinem Blick an dem Schutthaufen des ehemaligen Gebäudes hängen zu bleiben.

So war es auch am Dienstag, 29. November, eine der Fragen im Bauausschuss, wie es mit den Planungen am Haus Westermann beziehungsweise mit dem Bauschutt weitergeht. „Oder will man da einen Rodelhügel errichten?“, fragte Leo Geiser von der CDU scherzhaft.

Gehweg soll freigeräumt werden

„Wir haben den Abbruchunternehmer gebeten, beziehungsweise aufgefordert, den Gehweg der Mühlenstraße wieder freizuräumen“, sagte Bauamtsleiter Josef Klaas, „da hat er ja die Haufen etwas weit aufschütten lassen.“ Der Berg werde lageweise wieder in das alte Gelände eingebaut.

Bei Bodenanalysen habe man festgestellt, dass unterhalb des alten Innenhofes der Gaststätte - eine Fläche, die früher gepflastert war, - „Reste aus Jahrhunderten liegen“, so Klaas. Dabei handele es sich keinesfalls um archäologische Funde, berichtet er direkt. Sondern lediglich um nicht verdichtungsfähiges Material. Soll heißen: Der Boden müsse ohnehin aufgeschüttet werden, „und dafür eignet sich der Schutt ganz hervorragend“, so Klaas.

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„Aber das wird jetzt noch nicht passieren“, sagt der Bauamtsleiter weiter. Denn eine Baugenehmigung sei noch nicht erteilt worden, sagte Klaas. Wie berichtet, plant der Investor Thomas Buhl aus Schwerte, im Frühjahr mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Frage zum Brandschutz

Der Starttermin war immer wieder nach hinten verlegt worden. „Es ist eben kein Einfamilienhaus“, hatte der Investor unserer Redaktion gegenüber erklärt. Da das Projekt sehr komplex sei, müssten für den Antrag auch viele Fragen geklärt werden. In dem Komplex sollen unter anderem eine Pflegegruppe für Senioren und eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung entstehen.

Aktuell werde zum Beispiel eine wichtige Frage zum Brandschutz diskutiert, erklärte Josef Klaas bei der Ausschusssitzung. Bei den zwei geplanten Gebäuden im Abstand von 4,50 Meter zueinander gehe es um den Brandüberschlag zwischen den beiden Dachflächen. Der Bau der beiden Gebäudeteile soll dann laut Buhl jeweils ein Jahr dauern. Baustart beim Gebäude des ehemaligen Hauses Wißmann soll nach Willen des Investors ein dreiviertel Jahr nach dem Baubeginn am ehemaligen Haus Westermann sein.

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