Immer wieder fallen im Kreis Coesfeld Autofahrerinnen und Autofahrer auf, die unter Drogen am Steuer unterwegs sind. © picture alliance / dpa
Polizeikontrolle

Selmerin (36) zweimal in wenigen Tagen mit Drogen am Steuer erwischt

Erst überfuhr eine Autofahrerin (36) aus Selm ein Stoppschild, dann wurde sie positiv auf Drogen getestet. Für die Frau war es der zweite Drogentest innerhalb weniger Tage.

Ein überfahrenes Stoppzeichen ist einer Autofahrerin aus Selm am Montagnachmittag zum Verhängnis geworden. Wie die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Coesfeld mitteilt, kontrollierten Polizeibeamte die 36-Jährige, als sie gegen 14.20 Uhr im Bereich Ermen in Lüdinghausen, weil sie ein Stoppschild überfahren hatte.

Dabei blieb es allerdings nicht: „Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise auf einen vorangegangenen Betäubungsmittelkonsum“, wie die Polizei in der Pressemitteilung schreibt. Ein Drogenvortest habe dies bestätigt. Ihr sei im Anschluss auf der Polizeiwache in Lüdinghausen eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt worden.

Für die Selmerin war es die zweite Begegnung mit der Polizei innerhalb weniger Tage. Am 6. Januar wurde sie ebenfalls bei der Autofahrt auf der Straße Ermen von einer Polizeistreife gestoppt. „Ein vor Ort durchgeführter Drogenvortest verlief positiv auf Methamphetamin und Amphetamin. Der Selmerin wurde auf der Wache Lüdinghausen eine Blutprobe entnommen. Die Polizisten untersagten ihr die Weiterfahrt. Auf die 36-Jährige kommt nun ein Verfahren zu“, schrieb die Polizei einen Tag später in einer Pressemitteilung.

Auf Anfrage bestätigte jetzt Polizeisprecherin Britta Venker, dass es sich um dieselbe Frau handelte. Sie habe zuletzt einfach Pech gehabt, erklärt Venker. Die Polizei habe eigentlich Stoppschild-Verstöße kontrolliert. Der Verdacht auf Drogenkonsum habe sich erst im Zuge des Gesprächs mit der Frau ergeben.

„Was viele nicht wissen, ist, dass Betäubungsmittel viel länger nachweisbar sind als Alkohol“, erklärt die Polizeisprecherin. Ein Zeitraum von ein bis zwei Wochen sei keine Seltenheit.

Fahrverbot und Medizinisch-Psychologische Untersuchung

Wer am Freitag einen Joint rauche oder Tabletten nehme, habe die Substanzen am darauffolgenden Montag noch im Blut, so Venker. Und das kann gerade für Autofahrer empfindliche Strafen nach sich ziehen. Zwar handele es sich beim Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln nur um eine Ordnungswidrigkeit, erklärt Britta Venker. Allerdings werde diese mit einem einmonatigen Fahrverbot geahndet und ziehe eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) nach sich – im Volksmund auch „Idiotentest“ genannt.

Auch für die Selmerin „wird das dicke Ende noch kommen“, macht die Polizeisprecherin deutlich. Mit Blick auf den Kreis Coesfeld ist sie Teil einer wachsenden Gruppe, wie Britta Venker bestätigt. „Über die vergangenen Jahre hinweg hat die Zahl der BTM-Fahrten gegenüber den Alkoholfahrten eindeutig zugenommen“, erklärt die Polizeisprecherin.

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Redaktion Selm
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Karim Laouari

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