So war das Weihnachtskonzert in Lüdinghausen

St.-Antonius-Gymnasium

Das Weihnachtskonzert des St.-Antonius-Gymnasiums könnte Lüdinghausen in die Geschichte der Schule eingehen. Die jungen Musiker begeisterten am Mittwochabend die Gäste in der St.-Ludger Kirche - und setzten besonders durch die spezielle Songauswahl ein Zeichen.

LÜDINGHAUSEN

, 15.12.2016, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit dem bekannten Lied "Wir sagen euch an den lieben Advente" stimmten die Musiker die Konzertbesucher auf das Weihnachtsfest ein.

Mit dem bekannten Lied "Wir sagen euch an den lieben Advente" stimmten die Musiker die Konzertbesucher auf das Weihnachtsfest ein.

In einer Zeit mit vielen schlechten Nachrichten gehe es darum, Freude zu vermitteln, sagte bei der Begrüßung der stellvertretende Schulleiter Jörg Schürmann am abend in der voll besetzen St.-Ludger Kirche am Mittwochabend. Und er dankte den Schülerinnen und Schülern, dass sie sich trotz anstehender Klausuren so intensiv auf das Konzert vorbereitet hatten.

Viele Gedanken hatten sie sich zusammen mit den Musiklehrern über die Auswahl der Stücke gemacht. Natürlich durften klassische Kirchen- und Weihnachtslieder wie „Wir sagen euch an den lieben Advent“ oder „Macht hoch die Tür“ nicht fehlen.

Anti-Kriegs-Hymne von Bob Dylan

Der Chor der Sekundarstufe II setzte ein anderes Zeichen. Stimmgewaltig und hoch konzentriert trug er „Blowin´ in the Wind“ vor – einen Song von Bob Dylan, der zwar melodisch ist, jedoch auch früh zu einer Anti-Kriegs-Hymne wurde. Kein Wunder, heißt es doch in dem Lied: „Wie viele Tote sind nötig, bis er (der Mann; die Red.) merkt, dass zu viele Menschen gestorben sind?“

Dass die Musik am Gymnasium eine große Rolle spielt und bereits die jüngsten Schüler begeistert, bewiesen die Klassen 5b und 5e. Sie trugen mit „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Welch ein Wunder ist heute geschehen“ zwei Lieder vor, die gerne bei Advents- und Weihnachtskonzerten gesungen werden. Ganz anders die Ausrichtung des großen Schulorchesters. Es spielte unter anderem ein Medley aus „Phantom der Oper“ – ein absoluter Genuss angesichts des perfekten Zusammenspiels von rund 40 Musikerinnen und Musikern. Dass dies immer wieder hart erarbeitet werden muss, betonte Jörg Schürmann bei der Verabschiedung einiger Orchester-Mitglieder am Ende des Konzerts.

Neuer Standort im neuen Jahr nötig?

Eine der Regeln lautet nämlich: Mit dem Abitur verlassen die Schülerinnen und Schüler das Orchester. Aber zum Glück kommen Jahr für Jahr Schüler und vor allem Schülerinnen nach, die bereits ein Musikinstrument spielen und sich gerne in das Projekt „Schulorchester“ einbringen möchten. Neben dem Orchester unterhielten am Donnerstag auch die Mitglieder der Bläser Arbeitsgemeinschaft sowie das Bläserensemble die Konzertbesucher. Ob auch in den nächsten Jahren das stets gut besuchte Weihnachtskonzert in der Kirche stattfinden kann, muss sich hingegen noch zeigen. Das katholische Kirchengemeinde St. Felizitas will das Gebäude an der Bahnhofstraße verkaufen.

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