Drei Meter hohe Sonnenblumen: So pflegt ein Südkirchener seine riesigen Gartenblumen

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Eine Augenweide bietet sich jedem, der Waltraud und Heinrich Dornhege aus Südkirchen besucht. Ihre Sonnenblumen wachsen zurzeit besonders gut. Die Pflanzen pflegen sie sehr ungewöhnlich.

von Annika Heuser

Nordkirchen

, 02.08.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sonnenblume. Das Sinnbild des Sommers. Im Garten von Waltraud und Heinrich Dornhege strahlen die Sonnenblumen derzeit um die Wette. 44 Stück zählt Heinrich Dornhege. Und nicht nur das: Die Sonnenblumen sind über 3.30 Meter hoch, wie der Rentner erzählt. Das Besondere: „Die Blumen haben kein Wasser und keinen Dünger gesehen. Gar nichts“, verrät seine Frau.

Das Ehepaar hat die Sonnenblumen Ende Mai gepflanzt. „Das ist das erste Mal, dass wir so viele haben“, erzählt Heinrich Dornhege stolz. Anders als in den letzten Jahren habe seine Frau in diesem Jahr einfach alle Samen ausgesät, die sie hatten.

Drei Meter hohe Sonnenblumen: So pflegt ein Südkirchener seine riesigen Gartenblumen

Über drei Meter hoch sind die Sonnenblumen im Garten von Waltraud und Heinrich Dornhege. © Annika Heuser

Früher sei an einer Pflanze lediglich eine Blüte gewachsen. Dieses Jahr seien mal drei, mal vier oder auch mal fünf Blüten zu sehen.

Sonnenblumen sind „durstig“

Für Gärtner Thomas Lohmann von der Gärtnerei Lohmann in Vinnum sind die drei Meter hohen Pflanzen erstmal nichts Ungewöhnliches. „Es gibt Sonnenblumen, die vier Meter hoch werden“, erklärt er.

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Dass sie ganz ohne Wasser so gut gedeihen, glaubt er nicht. Sonnenblumen seien „eigentlich sehr durstig“, so Lohmann. Der Experte tippt auf einen „extrem feuchten Boden“ im Garten vom Ehepaar Dornhege. „Vielleicht ein Boden, der mal Kompost gesehen hat.“

Auch Markus Gregg von der Gärtnerei Gregg in Nordkirchen nimmt an, dass die Pflanzen das nötige Wasser aus dem Boden nehmen. Sie könnten bis zu zwei Meter tief wurzeln, so Gregg.

Sonnenblumen selbst pflanzen

Für diejenigen, die Sonnenblumen im Garten anpflanzen möchten, empfiehlt Thomas Lohmann einen sonnigen Standort. Den Boden sollte man gut vorbereiten, eventuell Kompost untermischen. „Dadurch wird die Nährstoffversorgung sichergestellt“, sagt der Gärtner.

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Er rät, die Beetflächen zu mulchen - Das verringere die Verdunstung des Wassers. Lohmann rät ab von Kunst- und Mineraldünger. „Wenn man düngt, sollte man auf Naturdünger zurückgreifen“, empfiehlt er.

Freude für Vögel und Insekten

Pflanzt man Sonnenblumen im eigenen Garten, hat nicht nur das eigene Auge etwas davon. Man macht gleichzeitig den Vögeln und Insekten eine Freude. Besonders sind es laut Thomas Lohmann die Meisen, die sich über das „Vogelfutter“ freuen.

Drei Meter hohe Sonnenblumen: So pflegt ein Südkirchener seine riesigen Gartenblumen

Die Hummeln erfreuen sich an den Sonnenblumen. © Annika Heuser

Das beobachten auch Waltraud und Heinrich Dornhege in ihrem Garten. Wenn die Vögel die Sonnenblumenkerne rauspicken, muss Waltraud Dornhege aufpassen, dass ihr noch eine Blüte übrig bleibt - um sie zum Neusäen aufzubewahren.

„Die Körner pflücke ich ab, wenn sie reif sind. Dann lasse ich sie trocknen und nächstes Jahr werden sie von Neuem wieder eingepflanzt“, erzählt die Rentnerin.

So pflegeleicht ihre Blumen auch sind, das Entfernen im September oder Oktober sorge doch für etwas mehr Arbeit. „Das macht unser Enkelkind immer“, erklärt sie.

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