Spielplätze der Kinderheilstätte trotz Lockerungen weiter geschlossen

Coronavirus

Auch wenn die öffentlichen Spielplätze in Nordkirchen wieder geöffnet sind: Die auf dem Gelände der Kinderheilstätte bleiben weiterhin gesperrt. „Vorsicht geht vor“, sagen die Verantwortlichen.

Nordkirchen

14.05.2020, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Gelände der Nordkirchener Kinderheilstätte ist gesperrt. Nur noch Mitarbeiter und Bewohner haben Zutritt.

Das Gelände der Nordkirchener Kinderheilstätte ist gesperrt. Nur noch Mitarbeiter und Bewohner haben Zutritt. © Arndt Brede (Archiv)

Ganz Deutschland strebt mit Macht geöffneten Geschäften, Schulen und Spielplätzen entgegen. Für die Kinderheilstätte gilt jedoch weiterhin: „Betreten verboten“.

„Viele der Kinder, die bei uns leben, wären durch eine Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährdet“, erklärt Wohnheimleiterin Jutta Blienert diese Entscheidung: „deshalb können wir unsere Spielplätze auch weiterhin nicht für die Gemeinde öffnen – so leid uns das tut!“ Anfang April hatte die Kinderheilstätte ihr Gelände für die Öffentlichkeit geschlossen.

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„Dadurch, dass die Maximilian-Kolbe-Schule nach wie vor geschlossen ist, spielt sich das Leben der Schüler ausschließlich in den Wohngruppen ab“, erklärt Jutta Blienert. Was viele nicht wissen: Für die Kinder, die in der Kinderheilstätte leben, gelten dieselben Besuchsregelungen wie beispielsweise für die Bewohner von Seniorenheimen.

Die Eltern dürfen nicht zu Besuch kommen, am Wochenende gibt es keine Fahrten nach Hause – und auch untereinander dürfen die Bewohner sich nicht besuchen, wenn sie in unterschiedlichen Gruppen leben. Ziemlich harte Bedingungen also für Eltern und Kinder – die jetzt noch einmal verlängert werden: So wie im ganzen Kreis Coesfeld wird auch in den Wohngruppen der Kinderheilstätte das Besuchsverbot frühestens am 18. Mai aufgehoben.

Spielplätze weiterhin geschlossen

In der Kinderheilstätte leben viele Kinder, die eine Vorerkrankung haben und für die eine Infektion mit dem Virus besonders gefährlich wäre. „Wir müssen also die Zahl der Infektionsmöglichkeiten und damit der Kontakte so gering wie möglich halten“, so Blienert. „Deshalb gilt auch weiterhin: Das Gelände der Kinderheilstätte ist geschlossen, die Spielplätze hier sind den Bewohnern der Kinderheilstätte vorbehalten.“

In den vergangenen Tagen hat sie beobachtet, dass deutlich häufiger Menschen von außerhalb auf das Gelände kommen, um die Spielmöglichkeiten dort zu nutzen. „Ich verstehe, dass alle Familien Druck haben und endlich wieder vor die Tür möchten. Tatsächlich tut es auch uns weh, uns so von der Gemeinde abzuschotten, denn gerade das gemeinsame Spiel und die Begegnungen, die am Streichelzoo oder an der Schaukel zustande kommen, sind für unsere Kinder wertvoll und wichtig. Aber im Moment gibt es nun mal keine andere Lösung: Der Schutz geht vor!“

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