Statistik: Mehr Unfälle und Verletzte in Nordkirchen

Interaktive Grafiken

Mehr Unfälle, mehr Schwer- und mehr Leichtverletzte: Bei der Unfallstatistik für 2015 bewegt sich Nordkirchen ganz klar gegen den Trend für den gesamten Kreis Coesfeld. Der verzeichnet bei der Anzahl der Verkehrstoten einen Rückgang von 50 Prozent. Wir haben die Daten in Grafiken aufgearbeitet.

NORDKIRCHEN/KREIS COESFELD

, 16.02.2016, 14:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
In einer langgezogenen Kurve auf der K2 zwischen Nordkirchen und Selm hat sich ein schwerer Unfall ereignet.

In einer langgezogenen Kurve auf der K2 zwischen Nordkirchen und Selm hat sich ein schwerer Unfall ereignet.

50 Prozent weniger Verkehrstote im Vergleich zum Vorjahr - "das ist ein historischer Tiefstand", sagte Polizeihauptkommissar Wolfgang Oster bei der Vorstellung der Unfallstatistik für 2015. 2014 hatte es noch 18 Verkehrstote im Kreis Coesfeld gegeben, 2015 ist die Zahl auf neun gesunken. Trotz der positiven Entwicklung: "Neun Verkehrstote sind neun zu viel", sagte Polizeisprecher Martin Pollmann.

 

 

Hauptunfallursache sei nach wie vor die Geschwindigkeit. "Mittlerweile rückt aber auch die Ablenkung durch Smartphones in den Fokus unserer Arbeit", so Oster. Ziel sei es, durch Präventionsarbeit die Zahl der Verunglückten weiter zu senken. Denn obwohl sowohl die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt als auch die Zahl der Schwerverletzten und der Leichtverletzten gesunken ist, erreicht der Kreis Coesfeld laut Polizei besonders bei den Schwerverletzten ein landesweit "sehr hohes Niveau".

Einziger Kreis im Münsterland mit vielen verunglückten Motorradfahrern

Ähnlich sieht es bei den verunglückten Motorradfahrern aus. 54 waren es im Jahr 2015 - ein Rückgang von 27 Prozent und ebenfalls der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. "Trotzdem liegen wir bei den Motorradfahrern als einziger Münsterlandkreis immer noch auf einem sehr hohen Niveau", so Oster. Die verunglückten Fahrer stammen laut Pollmann in den häufigsten Fällen nicht aus dem Kreis Coesfeld.

Auffällig sei bei der Auswertung der Zahlen der steigende Anteil an Senioren gewesen, die mit einem Pedelec, also einem Elektrofahrrad, unterwegs sind. "Bei den verunglückten Rad- und Pedelecfahrern verzeichnet der Kreis zwar einen leichten Rückgang", so Oster. Aber: "97 Prozent aller verunfallten Pedelec-Fahrer - in den meisten Fällen Senioren - sind bei dem Unfall auch verletzt worden." Hier will die Polizei im laufenden Jahr vor allem auf Schulungen für Senioren setzen.

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