Strecke entschärft - Geländeritt findet statt

Nach Tod von Benjamin Winter

Nach dem tragischen Tod des Vielseitigkeitreiters Benjamin Winter hatte der Kreisvorstand des Reiterverbandes Coesfeld erst überlegt, den Geländeritt bei den Kreismeisterschaften in Ascheberg am Mittwoch abzusagen. Sich dann aber dagegen entschieden.

NORDKIRCHEN

, 16.06.2014, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Janine Vehring startet am Donnerstag für Werne bei den Kreismeisterschaften.

Janine Vehring startet am Donnerstag für Werne bei den Kreismeisterschaften.

Aufgrund des Todes hat nur ein Verein seine Mannschaft zurückgezogen. Die des RV Lützow. „Das ist keine Entscheidung gegen den Sport. Die Trauer innerhalb des Vereins ist einfach zu groß. Da hat aktuell niemand den Kopf frei zum Reiten. Marc und Michael Dahlkamp waren für den Geländeritt vorgesehen“, sagt Esther Lobeck. Sie ist auch Mitglied im Lützow-Vorstand. Winter ist auf dem Hof Dahlkamp groß geworden. Hier hat er das Ponyreiten erlernt, war ein Freund der Familie. Für viele Jugendliche auf dem Hof war der 25-Jährige ein Vorbild.

Auch in Werne hat Winter seine Spuren hinterlassen, war stetiger Gast beim Vielseitigkeitsturnier in Ehringhausen und streute Trainingseinheiten in der Lippestadt ein. „Wir haben natürlich mit unseren Reitern gesprochen. Ob sie schon am Mittwoch wieder ins Gelände wollen. Sie haben Ja gesagt“, berichtet Heinrich Schwert, zweiter Vorsitzender des RV St. Georg Werne. Er hat Laura Hirsch, Anna Richter, Janine Vehring, Sylvia Vorwick, Jennifer Häring und Anke Heyer berufen.

Für den RV von Nagel reiten Benedikt Sellhorst und Joachim Raguse durch das Gelände. „So tragisch und schrecklich der vergangene Samstag für alle Reiter war. Es muss weiter gehen. Im Sinne des Sports“, sagt Raguse. Er steht weiterhin voll hinter dem Geländeritt. „Natürlich ist unser Sport mit einem Risiko behaftet. Das ist aber bei fast allen Sportarten so“, sagt Raguse. Er hofft aber, dass Winters Tod noch einmal alle Sinne der Buschreiter geschärft hat. Er werde sich jetzt noch genauer den Parcours und die Hindernisse anschauen, damit keine bösen Überraschungen lauern.  

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