SV Südkirchen will jetzt doch einen Kunstrasenplatz

Bäume unproblematisch

Der SV Südkirchen will nun doch den Aschenplatz in einen Kunstrasenplatz verwandeln. Nach Gesprächen mit Fachleuten seien die Bäume an drei Seiten des Platzes für die Pflege doch unproblematisch. Außerdem ist ein Kleinspielfeld in Planung. Schon in naher Zukunft soll der Umbau losgehen.

SÜDKIRCHEN

, 20.02.2015, 16:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Obwohl der Aschenplatz an drei Seiten umgeben von Bäumen ist möchte ihn der SV Südkirchen zum Kunstrasenplatz machen.

Obwohl der Aschenplatz an drei Seiten umgeben von Bäumen ist möchte ihn der SV Südkirchen zum Kunstrasenplatz machen.

Der Vorstand stellte seine neuen Pläne Mitglieder des Rates vor. „Wir haben der Politik unseren Wunsch dargelegt“, so Vorstandsmitglied Thomas Wiggers. Man habe der Politik aufgezeigt, dass man mit nur einem Platz den Spiel und Trainingsbetrieb nicht vernünftig organisieren könne. Wiggers: „Wir haben in den letzten Jahren 120 neue Mitglieder gewonnen.“ Und die Mannschaften der Jugendspielgemeinschaft müssten vernünftige Trainingsbedingungen vorfinden.

„Wir haben mit Fachleuten gesprochen. Sie haben uns erklärt, man könne einen Kunstrasenplatz vernünftig pflegen, auch wenn er an drei Seiten von Bäumen umgeben ist“, erklärte Wiggers. Mit der Firma wolle man auch einen Pflegebetrag abschließen. Der Kunstrasen soll eine Größe von 95 mal 64 Metern haben.

Baubeginn im Sommer gewünscht

Wie der SV Südkirchen der Politik erklärte, müsse man den Rasenplatz auch in Zukunft zur Verfügung haben. Allerdings wolle man ihn verkleinern. Wiggers: „Wir wollen ihn in der Breite von 72 auf 64 Meter und in der Länge von 110 auf 100 Meter verkleinern.“ Den gewonnenen Platz in der Breite könne man nutzen, um das Beachvolleyballfeld und die Weitsprunganlage dann näher an den Platz herenzurücken. „Wir planen zudem ein Kleinspielfeld aus Naturrasen zwischen dem Clubheim und der Garage.“, so Wiggers.

Dieses Spielfeld könne für Trainingszwecke und den Spielbetrieb des jüngsten Nachwuchses genutzt werden. Der SV Südkirchen wird sich mit 170.000 Euro an den Kosten beteiligen. Im Haushaltsentwurf, der noch verabschiedet werden muss, stehen für einen Kunstrasenplatz in Südkirchen 530.000 Euro zur Verfügung. Der Eigenanteil soll durch Sach- und Geldspenden, Eigenleistungen und ein Darlehen aufgebracht werden. Wiggers: „Wir würden gern im Sommer mit dem Bau beginnen.“

Bürgermeister Dietmar Bergmann nahm nicht an dem Gespräch  beim SV Südkirchen teil. Er hatte die Einladung erst zwei Tage vorher erhalten, und so habe er andere Termine gehabt. „Ich war schon irritiert, da auch die Verwaltung zu dem Gespräch nicht eingeladen war.“ Er wurde am Freitag durch den SV Südkirchen über die Pläne informiert. Bergmann: „Dies sind nun neue Pläne, da eigentlich geplant war, den Naturrasenplatz zu ersetzen.“ Fachleute hätten immer erklärt, man könne keinen Kunstrasenplatz bauen, der an drei Seiten von Wald umgeben ist.

„Es ist nun eine neue Variante, die in Gesprächen neu analysiert werden muss“, so der Bürgermeister. Er sehe auch keinen Zeitdruck. Bei der Sitzung des Ausschusses für Familie, Schule, Sport und Kultur am Dienstag werde lediglich entschieden, ob im Haushalt die 530.000 Euro für den Kunstrasenplatz zur Verfügung gestellt werden. 

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