Die Schülerinnen und Schüler der Johann-Conrad-Schlaun-Schule arbeiten weiter am Computer - allerdings nicht in der Schule, sondern wie schon vor den Weihnachtsferien von zu Hause aus. © Marcel Schürmann
Distanzunterricht

Trotz Lockdown: An der Gesamtschule Nordkirchen gilt der Stundenplan

Wenn am Montag (11.1.) die verlängerten Weihnachtsferien enden, gilt für die Gesamtschüler in Nordkirchen der „ganz normale Stundenplan“. Mit einem entscheidenden Unterschied.

„Lernen auf Distanz“ hat die NRW-Landesregierung in dieser Woche zunächst einmal für den Januar 2021 angeordnet – eine Vorgabe, die Gesamtschulleiter Ulrich Vomhof nicht überrascht hat. „Wir waren definitiv davon ausgegangen, alles andere hätte uns überrascht.“ Die vom Land zugestandenen zwei Organisationstage wird die Gesamtschule Nordkirchen dabei nicht in Anspruch nehmen. „Wir starten direkt am Montag, 11. Januar“, sagt Vomhof.

Die Johann-Conrad-Schlaun-Schule mache an der Stelle weiter, wo sie vor den Weihnachtsferien aufgehört hat – mit einem Unterricht auf Distanz. Mit einem kleinen Unterschied. Vor den Weihnachtsferien hatte es an der Gesamtschule Notgruppen gegeben, die allerdings nach Aussage des Schulleiters nur von wenigen Kindern besucht werden. Dieses Angebot ist in den neuen Vorgaben des Landes NRW nicht vorgesehen.

Am Montag beginnt für die Schüler um 7.45 Uhr der Unterricht

Viel wichtiger ist für die Schule und die Schüler, dass das bereits eingeübte Konzept fortgesetzt wird. Konkret sieht es so aus, dass die Schüler um 7.45 Uhr an den heimischen Schreibtischen sitzen und am Unterricht teilnehmen. Dabei gilt der gleiche Stundenplan wie beim Präsenzunterricht. Was für die Schüler dabei ganz wichtig ist, sie können ihre jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer auch beim Distanzunterricht direkt ansprechen – fast so wie im Klassenraum.

Aber wie funktioniert der Unterricht technisch? Schließlich bekommen die Nordkirchener Schüler kein Endgerät. Auch hier hat die Schule eine Lösung gefunden. Schulleiter Vomhof berichtet von einer Elternabfrage vor etlichen Wochen – verbunden mit dem Angebot, dass sich Schüler iPads kostenlos an der Schule ausleihen können.

„80 Geräte, die sonst in der Schule zum Einsatz kommen, hätten wir ausgeben können“, sagt Ulrich Vomhof. Rund 50 seien ausgegeben worden. Alle anderen Familien der knapp 1000 Schülerinnen und Schüler der Nordkirchener Gesamtschule hatten keinen Bedarf angemeldet. Gleichwohl will der Schulleiter in einem neuen Elternbrief auf dieses Angebot hinweisen.

Gemeinde hat iPads für alle Lehrerinnen und Lehrer bestellt

Einen Engpass erwartet der Schulleiter nicht, denn die Gemeinde hat weitere iPads bestellt. Für die Schüler und auch für die Lehrerinnen und Lehrer. Auch sie arbeiten aktuell noch mit ihren privaten Geräten. „Die Gemeinde hat aber für alle Kolleginnen und Kollegen Geräte bestellt“, berichtet Vomhof.

Trotz aller technischen Möglichkeiten geht es zumindest für Schülerinnen und Schüler der beiden letzten Oberstufenklassen nicht ganz ohne Schulbesuch. Für die Q1 sind in den nächsten Tagen noch drei Klausuren, für die Q2 noch zwei Klausuren terminiert. „Das ist sehr übersichtlich“, sagt Ulrich Vomhof.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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