Unverpackt-Laden an Schloßstraße: Erste Kunden erkunden das „Landleben“

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Der neue Unverpackt-Laden „Landleben“ an der Schloßstraße öffnet erst am 4. Mai. Am Samstag hat die neue Ladenbesitzerin aber schon mal geübt und die ersten Kunden waren auch gleich neugierig.

Nordkirchen

, 02.05.2020, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich macht der neue Unverpackt-Laden „Landleben“ an der Schloßstraße 1 erst am Montag (4. Mai) offiziell auf. Am Samstag hat Katja Jakubowska die Türen aber schon mal geöffnet - für Freunde, Familie und alle Helfer. Aber auch die ersten Kunde sind zum Einkaufen gekommen.

Klaus Wieger und seine Frau zum Beispiel sind neugierig geworden, welcher Laden da zum ersten Mal geöffnet hat. Sie lassen sich von Katja Jakubowska alles erklären. Welche 150 unverpackten Produkte es gibt, wie man trotzdem einkaufen kann, obwohl man kein Gefäß dabei hat, woher die Produkte kommen.

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Für Katja Jakubowska die idealen Kunden zum „üben“, wie sie es nennt. Welche Fragen haben die Kunden? Welche Produkte sind beliebt? Denn die frisch gebackene Ladeninhaberin ist zum ersten Mal Verkäuferin. 20 Jahre lang habe sie für einen großen Konzern als Projektmanagerin gearbeitet.

Obwohl sie keine Werbung gemacht hatte und Katja Jakubowska am Samstag nur für Freunde und Familie öffnen wollte, kamen die ersten Kunden und haben sich umgesehen.

Obwohl sie keine Werbung gemacht hatte und Katja Jakubowska am Samstag nur für Freunde und Familie öffnen wollte, kamen die ersten Kunden und haben sich umgesehen. © Jessica Hauck

Jetzt will sie ihren Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis bieten: regionale Produkte, nachhaltig, bewusstes Einkaufen mit persönlicher Beratung und ohne Stress. „Hier ist keine Hektik“, sagt die Südkirchenerin. „Hektik habe ich genug gehabt.“ Für Bauern in der Umgebung will sie mit ihrem Laden einen zentralen Verkaufspunkt schaffen.

Elf Sorten Mehl, vegane Süßigkeiten und Kaffee

Vor allem sollen sich die Kunden sollen sich wohl fühlen. Viel Holz macht die Einrichtung im „Landleben“ aus. In großen Gläsern stehen Nudeln, Linsen, Öl und Essig aus Italien, aber auch Süßigkeiten wie Schokolade und veganes Weingummi, Gewürze, Tee, Kaffee und allein elf Sorten Mehl in den Regalen. Wenn die Corona-Pandemie vorbei ist, soll es auch Gelegenheit geben, sich gemütlich bei Kaffee und Gebäck im Laden aufzuhalten. So gibt es erst einmal nur Kaffee zum Mitnehmen.

Klaus Wieger und seinen Frau sind spontan ins Landleben gegangen. Mit einem Kilo Spargel ging es wieder raus. Beim nächsten Mal wollen sie mehr Gefäße mitnehmen zum Einkaufen.

Klaus Wieger und seinen Frau sind spontan ins Landleben gegangen. Mit einem Kilo Spargel ging es wieder raus. Beim nächsten Mal wollen sie mehr Gefäße mitnehmen zum Einkaufen. © Jessica Hauck

Wer sich nicht selbst Dosen oder Gläser mitgebracht hat, kann auch für 50 Cent ein gespültes Glas kaufen. Das Gefäß wird leer gewogen, das Gewicht auf einem kleinen Stück Klebeband notiert. Dann muss der Kunde nur noch das gewünschte Produkt abfüllen. Dann wird wieder gewogen und bezahlt.

Produkte von regionalen Bauernhöfen

Oder man nimmt eine Papiertüte für den grünen Spargel, so wie die Wiegers am Samstag. Sie haben sich vieles von Katja Jakubowska zeigen und erklären lassen.

Einen guten ersten Eindruck haben sie von dem neuen Laden bekommen, sagt Klaus Wieger. „Das nächste Mal kommen wir mit Eimern und so.“

Katja Jakubowska (49) eröffnet am Montag, 4. Mai, offiziell den Unverpackt-Laden Landleben.

Katja Jakubowska (49) eröffnet am Montag, 4. Mai, offiziell den Unverpackt-Laden Landleben. © Karim Laouari

In einer guten Stunde sind bereits sechs Kunden im „Landleben“ gewesen, freut sich Katja Jakubowska. Und das, obwohl sie für die Öffnung am Samstag keine Werbung gemacht hat. Denn richtig losgehen soll es am Montag, 4. Mai. Ab neun Uhr öffnet der Laden. Bis dahin will sie noch ein bisschen üben.

Dass sich wegen Corona nur drei Kunden gleichzeitig im Laden aufhalten dürfen, lasse ihr immerhin den Vorteil, jeden gut beraten zu können, sagt Katja Jakubowska. So will sie auch herausfinden, welche Produkte die Kunden gerne kaufen und was sie eher nicht wünschen.

Acht Wochen bis zum eigenen Laden

„Wir haben unheimlich viel Arbeit hier reingesteckt“,sagt Katja Jakubowska. Freunde und Familie hätten sie viel unterstützt. In nur acht Wochen ist das „Landleben“ entstanden. „Es waren lange Tage“, sagt sie. Deshalb ist sie ganz glücklich über die ersten Erfahrungen in der ersten Stunde als Ladenbesitzerin und Verkäuferin.

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