Urteil auf 26. Oktober verschoben

Schüsse auf Venneker

MÜNSTER/SÜDKIRCHEN Im Prozess um die Schüsse auf den Südkirchener Viehhändler Albert Venneker ist die für Mittwoch vorgesehene Urteilsverkündung auf den 26. Oktober verschoben worden. Das Schwurgericht in Münster will einen weiteren Zeugen von der Polizei hören. Der Beamte soll Auskunft darüber geben, mit wem der angeklagte Deutsch-Pole aus dem Gefängnis telefoniert hat.

von Von Jörn Hartwich

, 07.10.2009, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viehhändler Lothar Grundkötter muss weiter auf ein endgültiges Urteil warten.

Viehhändler Lothar Grundkötter muss weiter auf ein endgültiges Urteil warten.

Die Auswertung der gefundenen SIM-Karte ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Richter Michael Skawran sagte im Prozess wörtlich: „Uns interessiert natürlich, ob es Verbindungen in die Familie Grundkötter gegeben hat.“ Die Staatsanwaltschaft ist nach wie vor davon überzeugt, dass die Schüsse auf Venneker von Viehhändler-Konkurrent Lothar Grundkötter (Ennigerloh) in Auftrag gegeben worden sind. Sie hatte in der vergangenen Woche 13 Jahre Haft wegen Anstiftung zum Mordversuch beantragt. Das Gericht hatte Grundkötter wegen mangelnden Tatverdachts jedoch schon nach den Plädoyers aus der Untersuchungshaft entlassen. Eindeutiges Indiz dafür, dass der Prozess für Grundkötter mit einem Freispruch enden könnte.

Nach den neuen Ermittlungsergebnissen bleibt der Prozess nun weiter spannend. Die Verhandlung wird am Montag, 26. Oktober um 9 Uhr mit der Vernehmung des Polizeibeamten fortgesetzt. An diesem Tag sollen dann auch die Urteile verkündet werden. 

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