Wall oder nicht Wall - das ist hier die Frage

NORDKIRCHEN Wall oder nicht Wall, das ist immer noch die Frage. Über das künftige Baugebiet Rosenstraße-West in Nordkirchen lässt sich nicht ohne die geplante Westumgehung reden. Denn die Umgehungsstraße wird Verkehrslärm bringen, die bei der Planung der Wohnbebauung zu berücksichtigen ist.

von Von Matthias Münch

, 17.09.2007, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das geplante Baugebiet Rosenstraße-West: Die Gruppe pro Nordkirchen befürwortet die linke Variante mit Schallschutz durch Abstand. Die CDU favorisiert die rechte Variante mit einem Lärmschutzwall.

Das geplante Baugebiet Rosenstraße-West: Die Gruppe pro Nordkirchen befürwortet die linke Variante mit Schallschutz durch Abstand. Die CDU favorisiert die rechte Variante mit einem Lärmschutzwall.

Dies wurde in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag einmal mehr deutlich. Zwar ging es dabei nur um die Einleitung der vorgezogenen Bürger- und Behördenbeteiligung, die der Bauausschuss einstimmig beschloss. Aber die Frage des Lärmschutzes wurde dabei schon angesprochen.

Die Verwaltung schlug vor, mit allen drei vom Planungsbüro erarbeiteten Varianten in die Bürgeranhörung zu gehen: 1. Aktiver Schallschutz durch ausreichenden Abstand der Wohnhäuser zur Umgehungsstraße. 2. Passiver Schallschutz durch bauliche Maßnahmen an den Häusern, zum Beispiel interne Raumanordnung und Lärmschutzfenster. 3. Aktiver Schallschutz durch einen Lärmschutzwall an der westlichen Seite des Baugebietes hin zur Westumgehung.

Auch der Ausschuss war damit einverstanden, im Beteiligungsverfahren alle drei Varianten vorzustellen, um durch die Auswertung der Stellungnahmen vielleicht noch wichtige Erkenntnisse zu erhelten. Allerdings brachten sich die beiden politischen Blöcke mit ihren Auffassungen schon einmal in Stellung.

"Wir favorisieren die Variante 1 mit dem Schallschutz durch Abstand", erklärte SPD-Ratsherr Bernd Grotekemper für die Gruppe pro Nordkirchen. Einen Wall wolle man nicht. CDU-Fraktionsvorsitzender Leo Geiser brachte dagegen stellte dagegen klar , dass die Christdemokraten einen Lärmschutzwall bevorzugen. Damit habe man auch an anderen Stellen positive Erfahrungen gemacht.

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