Was für den Glasfaserausbau in Capelle nötig ist

Fragen und Antworten

Ab sofort hat Capelle die Möglichkeit, den Ortsteil an das Glasfasernetz der Breitbandversorgung (BBV) Münsterland anzuschließen. Am Donnerstag gaben die Verantwortlichen bekannt, unter welchen Voraussetzungen der Breitbandausbau klappen kann. Die wichtigsten Fakten haben wir zusammengestellt.

CAPELLE

, 11.02.2016, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Plakate hängen bereits im Ort: Ab dem 15. Februar können Capeller einen Vertrag für einen Glasfaseranschluss abschließen.

Die Plakate hängen bereits im Ort: Ab dem 15. Februar können Capeller einen Vertrag für einen Glasfaseranschluss abschließen.

Was ist nötig, damit der Ausbau startet?

330 Verträge müssen zustande kommen, damit die BBV Münsterland Capelle an ihr Glasfasernetz anbindet. „Das ist sehr knapp bemessen und darunter werden wir den Ausbau nicht machen“, kündigt Wolfgang Ruh, Vertriebsleiter der Muttergesellschaft BBV Deutschland, an. 

Wie lange haben die Capeller Zeit, sich für einen Anschluss zu entscheiden?

Bis zum 31. März 2016, also knapp eineinhalb Monate. Damit setzt das Unternehmen eine knappere Frist als zum Beginn der Vermarktung in Nordkirchen. Dort wird das Projekt in den kommenden Monaten umgesetzt – allerdings mit mehreren Fristverlängerungen und letztlich auch mit kräftiger Unterstützung der Gemeinde, die für fehlende Verträge finanziell einspringen würde. Die kurze Frist ergibt sich in Capelle dadurch, dass der Ort im Zuge des Ausbaus in Ascheberg und Nordkirchen umgesetzt werden soll. Sonst würde sich das Projekt für den Anbieter nicht lohnen.

Wie stehen die Chancen, dass Capelle die 330 Verträge zusammenbekommt?

Die Voraussetzungen sehen jedenfalls gut aus. Immerhin hat der Ortsteil selbst dafür gesorgt, dass die BBV einen Ausbau geprüft hat und letztlich auch anbieten will. Maßgeblich war das der Verdienst des Dorfvereins Capelle, der sich mit einer Unterschriftenaktion für das Projekt stark gemacht hat.

„Uns hat das beispielhafte Engagement des Dorfvereins Capelle schwer beeindruckt. Dies ist eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für den Vermarktungsstart und wir sind optimistisch, dass sich bis Ende März genügend Kunden für einen Glasfaservertrag mit uns entscheiden“, lobte Wolfgang Ruh das Engagement des Dorfvereins.

Allerdings: Die Befürworter müssen ihre Unterschriften auch unter die Vertragsunterlagen setzen, damit der Ausbau beginnt. Daran hatte es bei vielen Nordkirchenern bis zuletzt gehapert.

Bei der Werbung hilft neben dem Dorfverein auch der SC Capelle. Außerdem können sich Capeller bei den Betrieben Elektro Fleige, Elektro-Penzenstadler und der Elektromeisterbetrieb Steinhof beraten lassen und auch Verträge abschließen.

Wird es in Capelle auch einen Preisnachlass wie in Nordkirchen geben?

Ja. Die BBV kündigt an, den Anschlusspreis bis Ende März von 700 auf 100 Euro zu senken. Mit diesem Angebot startete das Unternehmen auch seine Vermarktung in Nordkirchen. Darüber hinaus gibt es – nicht nur in Capelle – die Möglichkeit, lediglich einen Telefonanschluss zu bestellen und auf Internet zu verzichten.

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Und was ist mit Südkirchen?

Die BBV wird in Südkirchen in absehbarer Zeit keine Vermarktung starten. Allerdings hat eine sogenannte Markterkundung der Wirtschaftsförderung des Kreises Coesfeld (WFC) ergeben, dass ein großer Telekommunikationsanbieter in dem Ortsteil seine Vectoring-Technologie ausbauen will.

Diese basiert nicht auf Glasfaser-, sondern auf einer verbesserten Kupferkabel-Technik. Damit seien, so Niklas Esser von der WFC, ebenfalls Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde möglich.

Wie kann ich mich weiter informieren?
Der Dorfverein Capelle und die BBV bieten noch im Februar mehrere Informationsveranstaltungen im Heimathaus, Kirchstraße 3, an. Die Termine sind immer dienstags und donnerstags am 16., 18., 23. und 25. Februar.

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