Wertstoffhof Nordkirchen: Drei Nutzer durften keinen Abfall abgeben

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Nur fünf Fahrzeuge gleichzeitig, nur bestimmte Abfall-Sorten: Der Wertstoffhof in Nordkirchen hatte nach zweieinhalb Wochen Pause wieder geöffnet. So lief der Betrieb am Freitag und Samstag.

Nordkirchen

, 08.04.2020, 09:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Relativ kurzfristig kam am 18. März die Mitteilung der Wirtschaftsbetriebe im Kreis Coesfeld (WBC), dass schon einen Tag später die Wertstoffhöfe in Coesfeld, Dülmen, Havixbeck, Lüdinghausen, Nordkirchen, Nottuln, Olfen und Senden schließen sollten. „Leider ist diese Maßnahme für uns unumgänglich, um Kontakte weiter zu reduzieren und Infektionsketten zu unterbrechen“, begründete die WBC diesen Schritt.

Zweieinhalb Wochen später kam dann aber zumindest teilweise die Rolle rückwärts. Die Befürchtung, dass Sperrmüll und anderer Abfall irgendwann verbotenerweise in der Natur entsorgt wird, war in Nordkirchen zu groß. In Olfen waren bereits illegale Müllkippen aufgetaucht. So haben unter anderem die Wertstoffhöfe in Nordkirchen und Olfen wieder geöffnet, allerdings mit Einschränkungen.

Am Freitag, 3. April, war der erste Öffnungstag nach der Corona-Pause in Nordkirchen. Die Frage, die sich die Gemeinde vorab stellte, war, wie viele Nordkirchener Freitag und Samstag zum Wertstoffhof fahren würden. Denn schon an normalen Öffnungstagen bildet sich - gerade am Wochenende - eine Warteschlange vor und im Wertstoffhof. Aktuell dürfen nur fünf Fahrzeuge gleichzeitig auf den Hof. Ein Sicherheitsdienst überwacht, dass sich die Besucher an die Vorgabe halten. Remondis ist in Absprache mit der Gemeinde statt mit zwei nun mit drei Mitarbeitern im Einsatz.

Der Aufruf von Bürgermeister Dietmar Bergmann an die Nordkirchener lautete vor der Öffnung: „Bitte nutzen Sie den Wertstoffhof nur, wenn es absolut notwendig ist.“

Auf Anfrage dieser Redaktion schildert der Entsorger Remondis, wie die ersten Öffnungstage am Wertstoffhof an der Ferdinand-Kortmann-Straße liefen: So hätten die Mitarbeiter am Freitag ein hohes Aufkommen an Kunden erlebt, „am Samstag war es etwas ruhiger“.

Die Regelung, dass nur fünf Fahrzeuge zur selben Zeit auf den Wertstoffhof durften, habe gut funktioniert, heißt es aus der Pressestelle des Entsorgungsunternehmens mit Sitz in Lünen. „Der anwesende Security-Dienst hat die Einlasskontrolle durchgeführt und zusätzlich haben die beiden vor Ort eingesetzten Mitarbeiter die Bürger bezüglich der Abgabe ihres Abfalls beraten, natürlich immer unter Einhaltung des entsprechenden Sicherheitsabstandes. “

Auch habe es keine Auseinandersetzungen mit Nutzern des Wertstoffhofs gegeben, „alle Bürger waren sehr verständnisvoll“, heißt es aus der Pressestelle.

Drei Personen hätten abgewiesen werden müssen, weil sie kostenpflichtigen Abfall wie Bauschutt abgeben wollten.

„Bis auf weiteres werden die mit den Kommunen abgestimmten Öffnungszeiten sowie Verhaltensanpassungen eingehalten“, kündigt Remondis an.

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