Zahl der Corona-Fälle steigt: 780 Menschen im Kreis Coesfeld infiziert

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Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getesteten Personen im Kreis Coesfeld steigt auch am Sonntag. In Olfen und Nordkirchen hingegen gibt es erneut keine neuen Infektionsfälle.

Nordkirchen, Olfen, Herbern

, 10.05.2020, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenig überraschend sind die Zahlen, die der Kreis Coesfeld am Sonntag (10. Mai) zur Entwicklung der Coronavirus-Ausbreitung veröffentlicht hat: Bei 780 Menschen ist kreisweit eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Am Samstag betrug die Zahl der bestätigten Infektionen noch 745.

Der größte Teil der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen lässt sich auf die massive Ausbreitung des Virus beim Schlachtbetrieb Westfleisch in Coesfeld zurückführen. Westfleisch musste im Anschluss daran den Betrieb einstellen, für den Kreis Coesfeld wurden die Lockerungen des Kontaktverbots bis zum 18. Mai ausgesetzt.

Am Sonntag meldete die Bezirksregierung in Münster, dass das Verwaltungsgericht Münster „den Eilantrag eines Schlachtbetriebs in Coesfeld gegen seine vorübergehende Schließung zurückgewiesen und damit die Rechtsauffassung des Kreises Coesfeld, der Bezirksregierung Münster und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen bestätigt“ hat.

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Das Verwaltungsgericht Münster habe durch Beschluss vom 9. Mai 2020 den Eilantrag des Betriebs abgelehnt, die befristete Schließung auszusetzen. In einer Pressemitteilung führte das Verwaltungsgericht zur Begründung seines Beschlusses aus, die Corona-Pandemie begründe eine ernstzunehmende Gefahrensituation, die staatliches Einschreiten nicht nur rechtfertige, sondern mit Blick auf die Schutzpflicht des Staates weiterhin gebiete. Der Betrieb der Antragstellerin sei „zu einer erheblichen epidemiologischen Gefahrenquelle nicht nur für die eigene Belegschaft geworden sei“.

Demgegenüber griffen die von der Antragstellerin in den Fokus ihrer Ausführungen gestellten wirtschaftlichen Erwägungen nicht durch. Die der Antragstellerin drohenden Nachteile seien rein finanzieller Natur und vermochten sich gegenüber dem Lebens- und Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiter und ihrer möglichen Kontaktpersonen nicht durchzusetzen.

Eine Kontrolle des Betriebs durch Arbeitsschützer der Bezirksregierung hatten am Freitag unter anderem ergeben, dass Infektionsschutzvorgaben sowohl im Zerlegebetrieb als auch in den Umkleiden nicht beachtet wurden, teilt die Bezirksregierung mit. Unter anderem seien Schutzmasken falsch getragen und Mindestabstände nicht eingehalten worden. Die Arbeitsschützer der Bezirksregierung unterstützen die Kreisgesundheitsämter nicht nur in Coesfeld auch bei der Überprüfung von Unterkünften von Beschäftigten von Schlachtbetrieben.

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Die Testungen der Beschäftigten des Coesfelder Betriebes wurden auch am Wochenende fortgesetzt.“ Anzahl der genommenen Abstriche liegt jetzt (Stand: 10. Mai, 11.50 Uhr) bei 952. Davon wurden 211 positiv getestet, 290 negativ. 451 Ergebnisse stehen noch aus“, schreibt die Bezirksregierung in ihrer Pressemitteilung.

In Nordkirchen und Olfen wurden derweil erneut keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Olfen liegt dabei weiterhin bei 22 Infizierten, wobei 20 als wieder gesundet gelten. Nordkirchen zählt 20 Infizierte, davon sind alle mittlerweile wieder gesundet.

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